Fragebogen-Nahaufnahme: Questback-Chef Beckmann geht bei Grillfesten oft leer aus

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortete Ulrich Beckmann, Deutschland-Chef des Software-Unternehmens Questback aus Norwegen, das in 19 Ländern weltweit Unternehmen wie Deutsche Lufthansa, Volvo oder Coca-Cola betreut.

 

Uli Beckmann, Questback

Ulrich Beckmann, Questback (Fotos: Questback)

 

Erklären Sie bitte in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Questback stellt Feedback-Management-Software für große Mittelständler und Konzerne her für Mitarbeiter-Feedback, Kunden-Feedback und Marktforschung.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Mein festes Ritual beginnt bereits um sechs Uhr morgens: Zuerst brauche ich ein  gutes Frühstück. Dann nehme ich mir Zeit, um meine Kinder zu wecken und zu verabschieden. Erst danach verlasse ich das Haus, fahre mit dem Rad zur Bahnstation und freue mich über die frische Luft. Um sieben Uhr sitze ich dann in der Bahn, höre Nachrichten übers Internetradio und lese die wichtigsten News aus Sport und Wirtschaft mit der n-tv App. Im Büro gibt’s dann endlich den zweiten Kaffee.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich versuche so unchefmäßig wie möglich zu sein. Chefgehabe liegt mir so gar nicht. Ich bin sehr ausgeglichen und mit mir selbst im Reinen. Ich versuche immer gerecht und zuverlässig zu sein, und vor allem viel Vertrauen in meine Mitarbeiter zu haben. Besonders wichtig ist mir, vorzuleben, dass Fehler und Scheitern erlaubt und wichtig sind – wenn man daraus lernt. Meine Mitarbeiter wissen, dass ich für sie da bin, wenn sie mich brauchen, aber nicht, um ihr Problem bei mir abzuladen. Ich helfe ihnen lediglich bei der Lösungsfindung.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Genau das hoffentlich oder etwas noch Netteres. Sonst fliegen sie raus. Auch das wissen sie 😉

 

Tee oder Kaffee?

Viel Kaffee. Am liebsten einfachen, richtig guten Filterkaffee.  Tee trinke ich nur wenn ich krank bin und habe deswegen beim Gedanken an Tee keine positiven Gefühle.

 

Ihr Spitzname ist…?

Dick – was ja schon alles über meinen körperlichen Zustand zu Schulzeiten aussagt. Jetzt bin ich zum Glück besser in Form und meinem Spitznamen entkommen.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Ich kann Fettränder oder Fettschichten am Fleisch absolut nicht ausstehen. Mortadella oder Schweinebauch sind für mich der reinste Alptraum. Wo es geht, schneide ich das Zeug weg. Das wirkt, glaube ich, schon sehr pingelig und befremdlich auf andere. Dementsprechend gehe ich auf Grillfesten beim Essen oft leer aus und halte mich bei den Getränken auf.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Menschen, die aus Fehlern nichts lernen. Ignoranz und Arroganz. Außerdem Menschen denen ihre virtuelle Darstellung wichtiger ist als persönlicher Kontakt. Ich finde es furchtbar, wenn Leute alles aufnehmen und posten, anstatt sich real am Leben zu beteiligen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Mir beim Tennis zuzuschauen wahrscheinlich. Und ich habe wohl die typisch männliche Veranlagung, nicht zwei Dinge gleichzeitig tun zu können. Wenn ich von der Arbeit komme, den Kopf noch bei irgendeiner Sache habe und gleichzeitig versuche, meiner Familie zuzuhören, geht das oft schief. Und das bringt zuhause dann alle auf die Palme.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Mehr Zeit auf Sylt und in den Bergen verbringen mit viel Sport und Bewegung. Ich liebe Sport in jeder Form und möchte den an vielen schönen Orten ausüben. Dazu würde ich mich gern um meine Enkelkinder kümmern, falls es welche geben sollte. Mehr soziales Engagement ist ein weiterer Wunsch, den ich mir erfüllen werde.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Menschen, die schnell auf den Punkt kommen. Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit, Humor und die Fähigkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Außerdem schätze ich Menschen sehr, die etwas für andere tun.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich traue es mich ja fast nicht zu sagen, aber am liebsten wäre ich mal Thomas Tuchel von Borussia Dortmund vor einem Champions League Endspiel gegen Bayern München. Wir würden hoch gewinnen, ich könnte ein Stück Geschichte meines Clubs mitschreiben und davon sehr lange zehren. Das wäre schon ein sehr perfekter Tag.

 

U.Beckmann_privater_Gegenstand_fuer_Nahaufnahme

 

Seine Leidenschaft für Borussia Dortmund zeigt Questback-Chef Beckmann auch in seinem Büro in Düsseldorf.

 

 

 

 

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