TV-Tipp: Business Traveller Richard Quest über die Vergnügungsparks in Orlando/Florida

 

CNN Business Traveller besucht das Mekka der Vergnügungsparks

Im August berichtet CNN Korrespondent Richard Quest für CNN Business Traveller aus Orlando, Florida – der amerikanischen Hochburg der Vergnügungsparks.

 

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Foto: CNN International/Business Traveller

 

Heute häufen sich die Vergnügungsparks im Zentrum Floridas regelrecht, doch das war nicht immer der Fall. Dort, wo sich heute tausende Besucher drängen, war vor fünfzig Jahren nur ungewolltes Land. Doch Walt Disney erkannte sein Potential. Im Jahr 1963 begann er damit, seinen utopischen Vergnügungspark in der Nähe von Orlando zu errichten. Acht Jahre später öffnete das Walt Disney World Resort in Florida seine Pforten und begann, das amerikanische Hinterland in ein Mekka für globalen Tourismus zu verwandeln.

„Es gibt hier keine Grenzen – das ist das Wunderbare an Walt Disney World! An einem so großen Ort gibt es wirklich für jeden etwas“, sagt George A. Kalogridis, Präsident des Walt Disney World Resorts.  Auch die hohen Preise – rund 100 Dollar pro Tag – sollen laut Kalogridis keine Auswirkung auf die Begeisterung der Besucher haben. „Ja, es ist teuer – aber es ist das Geld wert und das sagen uns unsere Gäste auch regelmäßig. Unsere Ratings sind entweder konsistent, oder verbessern sich sogar trotz Preiserhöhungen.“

 

Aber selbst für einen Riesen wie Disney reicht es nicht aus, sich auf seinen Erfolg zu verlassen. Nach 30 Jahren war es an der Zeit, sich den neuen Generationen anzupassen – und genau das hat Disney World gemacht. Das neue MyMagic+ System soll den Besuchern ihren Aufenthalt in Disney World erleichtern. Schon vor dem Besuch hilft MyMagic+, den Aufenthalt optimal zu planen. Tickets für Attraktionen können im Voraus gebucht und Reservierungen in Restaurants getätigt werden. „Unser Ziel war es, für mehr Barrierefreiheit zu sorgen und Familien ihren Aufenthalt zu erleichtern“, sagt Phil Holmes, der Vizepräsident von Magic Kingdom.

Statt einem Ticket, das im Trubel leicht verloren gehen kann, müssen die Gäste nun nur noch ein Armband bei sich tragen, das durch den eigenen Fingerabdruck aktiviert wird. Durch die Buchung im Voraus können mehre Stunden an Wartezeit gespart werden. Selbst Geldtransaktionen können durch das Armband getätigt werden, so dass die Besucher nicht einmal mehr auf ihre Geldbörsen angewiesen sind. Doch MyMagic+ soll nur der Anfang sein. „Es steht nicht zur Frage, dass wir am Anfang einer langen Reise stehen“, so Kalogridis. „Im Moment ist es die größte Herausforderung, Prioritäten zu setzen. Unsere Liste an Dingen, die wir mit der Technologie in Zukunft verwirklichen wollen, ist praktisch endlos.“

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Foto: CNN International/Business Traveller

 

Während die Vergnügungsparks in Zentralflorida florieren, arbeitet Buddy Dyer, der Bürgermeister von Orlando, daran, die Balance aufrechtzuerhalten. Diese Aufgabe ist nicht immer einfach, da Orlando seine Popularität Disney World und Co zu verdanken hat.  „Die Vergnügungsparks haben Orlando zu einem wichtigen Ort auf den Landkarten Amerikas gemacht. Sie haben unsere ganze Wirtschaft neu geordnet. Heute sind sie der größte Arbeitgeber der Gegend und kontrollieren den größten Teil unserer Wirtschaft. Sie haben Orlando zu einer internationalen Marke gemacht.“ Aber das hat nicht nur Vorteile. „Wenn zum Beispiel jemand in Japan ‚Orlando‘ hört, dann werden sie als erstes an Dinge wie Disney, Mickey und Universal denken. Aber wir haben hier auch eine sehr erfolgreiche Business-Community.“

Der Einfluss der Vergnügungsparks ist aber nicht gänzlich unerwünscht. „Es macht uns nichts aus, damit assoziiert zu werden.  Wir würden niemals herunterspielen, wie wichtig die Vergnügungsparks für uns sind. Aber es gibt auch eine andere Seite von Orlando. So haben wir zum Beispiel das größte Konferenzzentrum des Landes und halten die meisten medizinischen Konferenzen in Amerika. Das ist ein großer Vorteil für uns. Natürlich wollen wir einerseits als fröhlichster Ort der Welt bekannt sein, aber es ist wichtig, dass die Leute wissen, dass Orlando ein großartige Ort ist um zu leben, zu arbeiten und eine Familie groß zu ziehen.“

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Foto: CNN International/Business Traveller

 

Ein relativer Newcomer unter den Vergnügungsparks ist Legoland Florida. „Man kann kaum im Entertainment-Business tätig sein, ohne in Florida präsent zu sein. Hier ist das Mekka für weltberühmte Vergnügungsparks“, erzählt Adrian Jones, der Generalmanager von Legoland Florida Resort. Der Lego-Vergnügungspark mag zwar der Kleinste in der Gegend sein, richtet sich jedoch spezifisch an Familien mit Kleinkindern. „Legoland besetzt eine Nische und in dieser Nische wollen wir unser Bestes geben.“ Besonders der berühmte Markenname zieht Besucher an.

„Ich sehe die anderen Parks nicht als Konkurrenz an. Wir wachsen gemeinsam“, so Jones. Noch vor zehn Jahren hatte der Spielzeughersteller Lego keine derartigen Erfolge vorzuweisen – hauptsächlich, weil man sich mit zu vielen Aufgaben überfordert und die eigenen Stärken vernachlässigt hatte. Doch seit der Organisation der Parks durch Merlin Entertainment, geht es für Lego wieder bergauf. „Man hat den Fokus verloren und wusste nicht mehr, worin man wirklich gut war – nämlich Lego Spielzeuge zu bauen. Die Übernahme der Parks durch Merlin Entertainment hat uns erlaubt, uns wieder auf das Wichtigste zu konzentrieren. Und das sind unsere Spielzeuge.“

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Foto: CNN International/Business Traveller

 

Aber während Richard Quest in Legoland bloß die Miniaturversion des NASA Space Centers bestaunen darf, besucht CNN-Korrespondent James Williams nicht weit entfernt die echte Space Coast. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, sich die Geschichte der Weltraumforschung anzusehen – alles hat hier seine Anfänge genommen“, erzählt Eric Garvey, Geschäftsführer des Tourismusbüros der Space Coast. Die Mission des Space Centers ist es, die Leidenschaft für Weltraumforschung weiterzugeben. „Es ist einer der legendärsten Orte der Welt“, berichtet Jon McBride, ehemaliger Astronaut und Pilot des Space Shuttles Challenger. „Der erste Mann oder die erste Frau, die den Mars betreten wird, ist heute zwischen acht und achtzehn Jahre alt. Vielleicht können wir genau diese Kinder erreichen und sie motivieren, in der Schule zu bleiben und ihre Träume zu verwirklichen, so wie ich es tun konnte.“

Um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erreichen, hat das Space Center seinen eigenen Vergnügungspark und das größte Raumfahrtsmuseum der Welt gebaut. Doch angesichts der Tatsache, dass der nächste bemannte Weltraumflug erst in den frühen 2020-er Jahren stattfinden soll, wird teilweise behauptet, dass das Space Center seinen Glanz verloren hat. „Manche Leute glauben, dass die ganze Raumfahrt-Industrie mit dem Ende des Space Shuttle Programms zusammengebrochen ist. Aber das ist absolut nicht wahr. Im Moment haben wir mehr Raketenstarts als jemals zuvor“, erklärt Garvey. Zum Abschluss der Sendung darf James Williams einen dieser Raketenstarts am Cape Canaveral bewundern.

 

Videos zur Sendung:

 

Teil 1: Willkommen bei Disney World
Link: http://cnn.it/1NEJnky

 

Teil 2: Orlando hat mehr als nur Vergnügungsparks zu bieten

Link: http://cnn.it/1PzoBEm

 

Teil 3: Das Mysterium Raumfahrt

Link: http://cnn.it/1USPXIu

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