Buchauszug: „Die besten Dinge kosten nichts“ – Sonne steigert die Leistungsfähigkeit um 20 Prozent

„Gerade die Dinge, die nichts kosten, sind oft die wirkungsvollsten. Ob es ums Fasten geht, mit dem sich Krankheiten kurieren lassen. Ums Sonnenbaden, mit dem sich die lebenswichtige Vitamin-D-Produktion ankurbeln lässt. Ums Zu-Fuß gehen, das der häufigsten Todesursache – Herz-Kreislauf-Krankheiten – vorbeugen hilft, Wohlbefinden und Fitness erhöht“, schreibt die Buchautorin und Journalistin Andrea Tichy.

Sie liefert  die Beweise dafür, dass uns Natur eine breite Palette an kostenlosen Vitaminspendern und Heilmitteln bietet und dass der Mensch sich nur auf seine Grundausstattung besinnen muss, um in guter körperlicher und seelischer Gesundheit leben zu können.

Buchautorin und Journalistin Andrea Tichy

Buchautorin und Journalistin Andrea Tichy

 

Hier ein Buchauszug:

Die Sonne als Taktgeber und Antrieb

Wenn meine Sonnenbräune verblasst, sinkt oft auch meine Stimmung. Der Sonnenmangel machtsich nicht nur an meinem Aussehen, sondern auch in meiner Laune bemerkbar. So wie mir geht esin der dunkler werdenden Jahreszeit  übrigens vielen Menschen – bis hin zur Winterdepression.Rund  eine  Million  Bundesbürger  sollen  im Winter  unter  einer  saisonal  abhängigen Depression (SAD)  aufgrund  von  Lichtmangel  leiden,  die  sich  durch  Stimmungsschwankungen  und Antriebslosigkeit zeigt. Doch Sonnenmangel macht den Menschen nicht nur im Winter zu schaffen.Gerade in modernen Industriegesellschaften verbringen wir einen verschwindend geringen Teil des Tages draußen. Wir fahren mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und wieder nach Haus, und verbringen den Rest des Tages erschöpft auf der Couch und vor dem Fernseher.

 

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„Die besten Dinge kosten nichts“ von Andrea Tichy, 184 Seiten, Quell Verlag; 1. Auflage 18. September 2014, ISBN-10: 3981540247

http://www.quell-shop.de/shop/article_beste_dinge/Die-besten-Dinge-kosten-nichts.html?sessid=VCYABU9YV6yhZLi3sk3xGm72ugTnWBFm4UrenFwcdYCuKHs9EGPZ7c3pPU7sRGN5&shop_param=cid%3D13%26aid%3Dbeste_dinge%26

 

Büros ohne Tageslicht schaden den Menschen

So bekommen wir selbst in den Sommermonaten zu wenig lebensnotwendigen Sonnenschein ab. Und das ist nicht gut. Die Gebäude, in denen wir uns häufig aufhalten, zwingen uns dazu, losgelöst von der Jahres-und Tageszeit zu leben. Nur wenige Büros, Fabriken und Einkaufszentren lassen genug Tageslichtins  Innere.  Immer  mehr  Menschen  leben  auch  tagsüber  in  künstlicher  Dunkelheit.  Denn  eine künstliche Raumbeleuchtung bringt es nur auf einen Bruchteil der Stärke des Lichts unter freiem Himmel.  Elektrisches Licht  in Gebäuden liefert  zwischen 50 und 500 Lux, die Sonne hingegen bringt es um die Mittagszeit auf 100 000 Lux. Selbst an einem bedeckten Wintertag ist in unseren Breiten eine Lichtstärke von 3 500 Lux messbar.

 

Ohne Sonnenlicht produziert die Haut keine Hormone

„Natürliches, weißes Sonnenlicht ist die Art von Licht, unter dem wir arbeiten und spielen sollten“, schreibt der Mediziner Dr. Zane Kime. Der  Tages-  und  Nachtrhythmus  der  Sonne  reguliert  viele  wichtige  hormonelle  undbiochemische Körperabläufe. Er ist unser äußerer Zeitmesser und sorgt dafür, dass unsere innere Uhr richtig tickt. Die 24 Stunden unseres Tages teilen sich in Zeiten des Lichts und der Dunkelheit auf. Ohne diese Hinweise kommt der Rhythmus des Körpers aus dem Takt. Diese Dualität von Licht und Dunkelheit spielt für die Produktion unserer Hormone eine wichtige Rolle. Wenn dieser Takt verändert  wird,  dann  hat  das  Auswirkungen  auf  deren  Balance.  Sonnenlicht  beeinflusst  das hormonelle Gleichgewicht auf zwei Arten: Hormone werden bei Sonnenlicht zum einen direkt in der Haut produziert  (beispielsweise Sexualhormone oder Vitamin D).

 

Licht an Auge, Licht an Auge: Nervenimpulse zur Serotoninausschüttung

Zum anderen spielt  das Auge eine  wichtige  Rolle:  Wenn  Licht  ins  Auge  gelangt  und  die  Netzhaut  stimuliert,  laufen Nervenimpulse  zu  einer  Drüse  im Gehirn,  dem Hypothalamus.  Er  schüttet  Serotonin  aus,  ein Hormon, das unsere Stimmungen, unseren Schlafrhythmus, die Körpertemperatur, Verdauung undunsere Libido maßgeblich steuert. Eine niedrige Serotonin-Konzentration geht mit Angstzuständen und Depressionen einher.  Zu den Aufgaben von Serotonin gehört  auch,  die Ausschüttuung von Melatonin  zu  hemmen.  Wenn  es  dunkel  wird,  geht  die  Serotonin-Produktion  zurück  und  die Zirbeldrüse  beginnt,  Melatonin  in  den  Blutstrom auszuschütten.  Melatonin  fördert  den  Schlaf, indem es die Gehirnaktivität reduziert.

Sonnenlicht hat also auf den ganzen Körper des Menschen wichtige positive Einflüsse. Der Wissenschaftler Dr. Fritz Hollwich zieht aus seinen Forschungsarbeiten den Schluss: „Natürliches Licht ist  für  den Menschen ein Lebenselement wie Wasser und Luft.  Als  solches sollte es den Menschen  täglich  möglichst  viele  Stunden  begleiten,  je  nachdem,  wie  die  Jahreszeit  dies gestattet.“

 

Sport im Freien steigert Leistungsfähigkeit um 20 Prozent – Fitness-Studios nicht

Auch in Fitness-Studios herrscht in der Regel künstliche Beleuchtung. Das ist einer von mehreren Gründen,  warum es  besser  ist,  Sport  im Freien  zu  treiben.  Wissenschaftliche  Untersuchungen zeigen, dass sportliche Aktivitäten bei Sonnenlicht effektiver sind als in Studio oder Sporthalle.„Sonnenlicht  und  sportliches  Training  ist  besser  als  sportliches  Training  allein“,  schreibt  der Mediziner  Dr.  Kime  in  seinem  Buch  „Sonnenlicht  und  Gesundheit“.

Er  zitiert  dabei  eine Untersuchung  an  Studenten  der  Universität  von  Illinois.  Die  eine  Hälfte  der  Studenten  eines Sportkurses wurde dabei UV-Licht ausgesetzt, die andere nicht. Das Experiment ging über zehn Wochen und am Ende des Tests  hatte  die  Gruppe,  die  eine ultraviolette Bestrahlung erhalten hatte,  ihre  körperliche  Leistungsfähigkeit  in  einem  Standardtest  um  rund  20  Prozent  erhöht, Sonnenlicht hat also auf den ganzen Körper des Menschen wichtige positive Einflüsse.

Die  eine  Hälfte  der  Studenten  eines Sportkurses wurde dabei UV-Licht ausgesetzt, die andere nicht. Das Experiment ging über zehn Wochen und am Ende des Tests  hatte  die  Gruppe,  die  eine ultraviolette Bestrahlung erhalten hatte,  ihre  körperliche  Leistungsfähigkeit  in  einem  Standardtest  um  rund  20  Prozent  erhöht, während die Gruppe,  die keine Bestrahlung erhalten hatte,  ihre Leistungsfähigkeit  nur  um ein Prozent gesteigert hatte. Dazu kam: Die UV-Licht-Gruppe hatte nur halb so viele Erkältungen undihr Blutdruck zeigte eine deutliche Senkung. Das ist eine gute Nachricht für alle, die effektiv trainieren und dabei Geld sparen möchten.Denn Sonne scheint für uns alle zum Nulltarif. Wir müssen uns nur aufraffen und vor die Tür gehen.

 

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