Kosmetik vom Filmhersteller

 

Mangelndes Selbstbewusstsein kann man Andrezy Brylak, 42, nicht vorwerfen: „In fünf Jahren wollen wir mit unserer Anti-Aging-Gesichtspflege Astalift unter den Top Five in Europa sein“, sagt der Europachef der Sparte Beauty & Health, die zu Fujifilm aus Japan gehört. Mit zwölf Anti-Aging-Produkten (Preisspanne 25 bis 82 Euro) will er es im Premium-Segment mit großen Marken wie Clarins, Shiseido, Estée Lauder und Lancôme aufnehmen. Mit Marken,  die seit Jahrzehnten den Pflegekosmetikmarkt dominieren. Vertrieben werden soll Astalift ab Juni in Parfümerien, den einschlägigen Parfümerie-Ketten, Kaufhäusern und mit zuerst auch Online.

In Frankreich und Großbritannien ist Astalift seit zwei Monaten schon in den Läden zu haben. Die entsprechende Werbekampagne mit der Hauptdartsellerin von „King Kong“, Naomi Watts, läuft dort schon. Ab dem Herbst stehen Moskau und Italien auf dem Plan. http://www.fujifilm.eu/eu/news/article/news/fujifilm-to-launch-astalift-skincare-range-in-europe-starting-in-france/
Wie man von Filmen zu Gesichtspflege kommt? Brylak: „Die Haut besteht zu 70 Prozent aus Collagen – Filme auch. Und unsere jahrzehntelange Erfahrung in dem Thema haben wir übertragen auf die Kosmetik.“ Die Fotos dürfen nicht verblassen – der Alterungsprozess der Haut soll verlangsamt werden. 20 Forschungs- und Entwicklungszentren hat Fujifilm weltweit, bis zu acht Prozent vom Umsatz investiert der Konzern hierein. 

Ungewöhnlich ist das „Starprodukt“ Jelly Aquarysta – zumindest seine Konsistenz. Es ist vergleichbar mit Götterspeise, aber die Oberfläche wird jedesmal nach dem Eintunken wieder plan. Die Döschen haben die Anmutung von roten Weihnachtskugeln und der Duft der Produkte, den habe ich zuletzt im Shop vom „National Trust“ an Duftwässerschen für Wäsche oder als Parfum wahrgenommen habe: ein ganz bestimmter Rosenduft.

Vom Wettbewerb absetzen will sich Astalift allein über die Inhaltsstoffe der Cremes und Öle wie Astaxanthin als Antioxydanzium. Schließlich sei die Marke auch in Japan erst vor fünf Jahren angetreten sei und „den Durchbruch geschafft hat – bis in die Top-Ten“, so Brylak. So überzeugend, dass sie in den vergangene zwei Jahren in China und Singapur eingeführt wurde. Zu unterschätzen sein dürfte daher auch die Europa-Offensive nicht.

13 Prozent vom Konzern-Umsatz – der beträgt 20 Milliarden Euro – erwirtschaftet bei Fuji die Sparte Beauty & Health mit Kosmetik, Nahrungsergänzungsmitteln, Pharma sowie Geräten für Mammographien, Endoskopien und zum Röntgen.

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