Karriere-Mami hat zu tun, dann kann sie gleich noch etwas mehr zu tun bekommen

Das Leben ist irrational und wo man etwas erwartet nach dem Motto „aber normal wäre doch…“, da passiert genau das Unvernünftige. Das Unerwartete und Verrückte. Richtig?

Der Karrierefrauenverein Working Moms und die Marketing- und Personalmangementprofessorin Ruth Stock-Homburg von der Technischen Universität Darmstadt hatten ebenfalls diese Art von Aha-Erlebnis. Nämlich nach ihrer Untersuchung, wieviel Unterstützung berufstätige Frauen von ihren Ehepartnern bei der Hausarbeit erhalten.

Das Ergebnis: Hat eine Frau einen Stress-Job und hat vor allem obendrein noch Kinder, so packt der Mann ihr zuhause noch eins oben drauf – und überlässt ihr auch zuhause gerne die Arbeit. Befragt wurden 350 weibliche Führungskräfte und heraus kam Unrühmliches: 60 Prozent der Managerinnen meinen, dass die Unterstützung im Alltag durch ihren Ehepartner „zu wünschen übrig“ liesse. Führungskräfte mit Kindern noch mehr als Führungskräfte ohne Kinder.

Ruth Stock-Homburg hatte genau das Gegenteil erwartet, nämlich dass Managerinnen mit Kiddies  wenigstens zuhause – an der Heimatfront – mehr Unterstützung bekommen als kinderlose Managerinnen. Weil es bei ihnen am ehesten brennt, so dass sie auch am meisten Beistand bekommen? Doch weit gefehlt. Gerade nicht.

Damit nicht genug: Nur die wenigsten Karrierefrauen gaben an, dass ihre Göttergatten eine hohe Bereitschaft hätten, zugunsten ihrer Frau selbst zurückzustehen. Also zum Beispiel eine Beförderung der Familie zuliebe auszuschlagen, dem Abwerkeangebot eines anderen Arbeitgebers zu widerstehen oder gar auf einen Teilzeit-Arbeitsvertrag herunter zu gehen für eine Zeitlang.

Die Message: Wer ohnehin schon doppelt belastet ist oder genauer gesagt dreifach – mit Job, Haushalt und Kindern – der kann ruhig noch mehr Aufgaben ganz für sich alleine dazu bekommen. Bitter, oder?

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