Männer können auch ohne Job, Frauen weniger

Kann es bessere Werbung für „Frauen in die Fürhungsjobs“ geben als diese? Da belegt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), dass Arbeit für Frauen wichtiger ist als für Männer. 80 Prozent der Männer können auch gut ohne Arbeit auskommen. Das sagen sie jedenfalls, ob man´s Ihnen glaubt ist eine ganz andere Frage. Würden sonst so auffallend viele Männer kurz nach ihrer Pensionierung versterben? Jedenfalls ist das ein deutlicher Hinweis, dass Frauen womöglich auch verantwortungsvoller sind im Job. Das wiederum wäre für Unternehmen eine echte Bereicherung. Ganz abgesehen davon, dass es netter ist, motivierte und sogar auto-motivierte Mitarbeiter zu haben als solche, die sagen: Ach eigentlich…will ich hier gar nicht sein und das tun was ich tun muss.

Im Detail: Mehr als 75 Prozent der Frauen fehlt etwas ohne ihren Beruf und ziehen daraus Bestätigung und Zufriedenheit. Das glauben gerade mal 40 Prozent der Männer laut Forsa. Bleibt die Frage, warum sie sich dann so vehement gegen die Frauenquote auflehnen? Wenn´s ihnen nicht mal Spaß macht.

Doch ist gerade das nicht besonders perfide? man lässt die Frauen nicht auf die Chefsessel, bleibt fest drauf kleben und sagt dann genüsslich: „Eigentlich will ich gar nicht“.

Hin wie her: Nicole Knaack, Gesundheitswissenschaftlerin der TK: „Auch wenn Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten als Männer, hat die Erwerbstätigkeit unabhängig von Position und Wochenarbeitszeit für sie einen hohen Stellenwert.“ Und: „Für Männer wie Frauen bedeutet die Erwerbstätigkeit Wertschätzung und finanzielle Unabhängigkeit. Allerdings sind Frauen deutlich häufiger von der Mehrfachbelastung durch Kinderbetreuung und Angehörigenpflege betroffen“, so die TK-Gesundheitsexpertin. Das genau ist das deutsche Problem. Und dass die andere Hälfte der Bevölkerung es als selbstverständlich ansieht, dass frau ihnen den Rücken freizuhalten habe, die Kinder großzuziehen und das Heim behaglich zu machen. Egal wie klug sie ist und egal wieviel Potenzial dann im Schrubber ver-endet statt gewinnbringend im Berufsalltag zum Zuge kommt.

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