Managervergütungsprofi Michael Kramarsch ist wieder aufgetaucht

Ein halbes Jahr lang war Michael Kramarsch, 41, – er gilt als der Vergütungsexperte fürs Top-Management schlechthin – von der Bildfläche verschwunden – um plötzlich pünktlich zum Jahreswechsel in neuer Formierung und mit einem 30-Mann-Team anzutreten: In Frankfurt unter dem Namen HKP – Hostettler, Kramarsch & Partner, am Ort seiner früheren Company, Towers Watson – davor Towers Perrin. Mit ihm verliessen damals fünf weitere Partner  – Joachim Kayser, Dirk Filbert, Harriet Sebald, Petra Knabe-Haegele und Thomas Faltin – das Schiff. Der Grund war die ein Jahr zurück liegende Fusion von Towers Perrin mit der börsennotierten Beratungsfirma Watson Wyatt mit weltweit 14 000 Mitarbeitern (in Deutschland 700), bei der aus Sicht der Abtrünnigen die Beratung und die Börsennotierung nicht gut zusammen passt. Kramarsch hat sich über Jahre in Deutschland einen Namen als meinungsfreudiger und -fester Berater gemacht, der kritische Kommentare zur Corporate Governance verfasste und Vater etlicher Studien zur Vergütung von Vorständen und Aufsichtsräten. Kramarsch ist Österreicher und gilt als Charismatiker.

Neue Konkurrenz für die alte Firma

Sein Team hat schon zuvor nahezu jeden Dax-Konzern von Allianz bis beraten, aber auch die M-Dax-Unternehmen und große Mittelständler von Allianz bis ZF Friedrichshafen.   Nun ist zu den früheren Towers-Perrin-Partnern – nur Petra Knabe-Haegele und Thomas Faltin sind nicht dabei – der Schweizer Stephan Hostettler als Profi für Vergütungssysteme sowie als Namensgeber der neuen Beratung gestossen sowie Axel May als Finanzdienstleister mit Erfahrung in Sachen Risikomanagement.   Die breiter aufgestellte Towers Watson, Marktführer in der Beratung für betriebliche Alterversorgung, bekommt damit Konkurrenz bei dem Thema Vergütung der Top-Führungsebene.

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