Und wer kommt noch so?

Dürfen Eingeladene den Gastgeber erst einmal ausfragen, wer noch so kommt? Wer genau auf der Gästeliste steht? Bevor sie zusagen und womöglich auch noch eine Auszeit nehmen, um es mit dem Partner zu beratschlagen. Ob die Party ihrer wohl würdig sei. Im Klartext: Ob sie sich dazu herablassen, dem Gastgeber die Ehre zu geben.

Die Antwort von Etikette-Expertin Gabriele Schlegel aus Bonn: Es ist nicht nur ein No-go, es ist sehr unhöflich. Und macht jemand gar seine Zusage von der Gästeliste abhängig, so ist dies ein Affront gegenüber dem Gastgeber.

Da stimme ich ihr zu: Es ist eine Art Mißtrauensvotum gegenüber dem Einladenden. Man traut ihm offenbar zu, den anderen Gästen Plebs und Pöbel zumuten zu wollen. Und zeigt obendrein noch offen, dass man lieber erst mal genau abtaxiert und abwägt, bevor man ihm eine Zusage gibt. Nicht sehr herzlich. Schätzt man so eine Reaktion auf seine Einladung? Pas du tout.

Der einzige Haken: Man kann nicht mehr raus aus der Nummer. Ohne selbst den anderen zu decouvrieren. Und as würde man ja tun, wenn man die Einladung zurückzieht – ob des undankbaren Verhaltens.

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