Clevere Unternehmensberater, die nicht nur Kosten senken können und Personalentlassungen initiieren, verstehen es, die Mitarbeiter zu nutzen: Ihnen gut zuzuhören, die besten Ideen und Gedankengänge aufzugreifen und dann ihrem Auftraggeber als Ergebnis ihres Einsatzes zu präsentieren. Ohne Nennung der Quellen, versteht sich.
Denn: Fast alle Lösungen stecken schon drin im Unternehmen, bestätigt Dietmar Fink, seines Zeichens Professor für Unternehmensberatungen an der Fachhochschule Rhein-Bonn-Sieg http://www.dgmf.org/german/aktuelles/index.html?mu_action=detail&mu_id=19.
So ist es nämlich auch zu erklären, dass die wenigsten Unternehmensberater bei ihren Einsätzen mit den Leuten an der Front über deren Arbeit und die Abläufe wirklich
reden.Im Gegenteil, zumeist machen sie einen großen Bogen um die Beschäftigten. Weil sie auf deren Ideen gar keinen Wert legen. Die hätten gar keinen Platz in ihren Präsentationen, die ohnehin in den allermeisten Fällen mit Entlassungen enden – und nichts Konstruktivem, Zukunftsorientiertem.
So ähnlich verhalten sich offenbar sogar die Arbeitgeber und Führungskräfte auch im normalen Unternehmensalltag, hat das Internetportal Monster.de jetzt bei einer Online-Umfrage erforscht. Danach setzen mehr als die Hälfte der deutschen Chefs Verbesserungsvorschläge ihrer Mitarbeiter kaum um.http://www.webershandwick.de/monster/thumb.html
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Mehr noch: Bei 19 Prozent der Vorgesetzten sind Verbesserungsvorschläge zur Optimierung
der Arbeitsabläufe oder zum Einsparen von Kosten sogar grundsätzlich unerwünscht.
Gerade mal bei knapp einem Drittel der befragten deutschen Arbeitnehmer finden die Anregungen jederzeit Beachtung und werden auch tatsächlich umgesetzt, so die Befragung des Karriereportals.
Zwar besteht meist die Möglichkeit sich zu äußern, doch die Vorschläge werden kaum umgesetzt, urteilen 51 Prozent der Befragten.
„Dass Unternehmen so wenig auf Verbesserungsvorschläge ihrer Mitarbeiter setzen, ist gerade in Krisenzeiten unverständlich“, wundert sich denn auch Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide.
Denn: „Die Mitarbeiter sehen oft als Erste, wo es im Betrieb hakt und wo Verbesserungen angebracht und möglich wären. Hier besteht ein sehr großes, aber offensichtlich nur unzureichend genutztes Potenzial zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Ein weiterer Vorteil: Finden die Vorschläge der Angestellten Beachtung, wirkt sich das auch positiv auf die Leistung und Motivation der Mitarbeiter sowie das Betriebsklima aus.“
Unrecht hat der Mann da nicht. Aber so viel
Selbstbewusstsein, zu sagen, „wir kennen uns selbst am besten aus in unserem Geschäft und wir können selbst am besten Lösungen finden“, das haben nur die wenigsten
Manager. Und sie mögen auch nicht auf Berater verzichten, auf die sie die Verantwortung abwälzen können. Falls es schief geht.
Und die Ratschläge der Nachgeordneten aufzugreifen, dazu sind die meisten offenbar zu stolz. Oder es ihnen einfach zu unbequem.

Ein Unternehmer, der wirklich bei seiner Unternehmung beraten werden müsste, wäre nur ein Möchtegernunternehmer. Jede Unternehmensberatung ist also nur ein Zeichen für unfähige Unternehmer.
Unternehmensberater holt man nur dann, wenn man unliebsame Entscheidungen, vor allem Entlassungen, bereits fest geplant hat, und einen Sündenbock sucht, der die Entscheidung den Angestellten erklärt.
Daß sie mit ihren Mitarbeitern am effektivsten sind, wenn sie sich mit ihnen unterhalten und sie für voll nehmen, ist zwar selbstsverständlich, passt aber nicht mehr ins Selbstverständnis der Unternehmer und Chefs. Seit Neoliberalen Zeiten ist Knechtschaft angesagt, um so mehr man seine Sklaven unterdrückt, ein um so besserer Unternehmer soll man sein. Daß dabei die Arbeitseffektivität seit Jahren sinkt und in manchen Firmen schon vollkommen rückläufig ist, merkt von den durchgeknallten Sklavenhaltern keiner mehr.
Wenn das wirklich zutreffend ist ,finde ich das alles sehr,sehr schade.
Viele Mittelstaendler toenen ja ,dass die Mitarbeiter Ihr bestes Kapital sind.Manchen nehme ich das sogar ab.
Betrienswirtschaftlich ist die Nichtrealisierung von Verbesserungsvorschlaegen eine Dummheit.
Toyota und viele andere Firmen haben darauf Ihren Erfolg aufgebaut.
Ein Google waere nicht Google ,wenn er nicht aeusserst kreative Mitarbeiter haette.
Sie werden dafuer bezahlt kreativ zu sein.
Fuer Selbstdarsteller und Egozentriker ist in dieser vernetzten Welt kein Platz mehr.Sie werden untergehen und mit ihnen ihre Firmen.