Mitarbeiter auf dem Sprung

Ist Ihr Büro nur eine trügerische Idylle? Ist der Kollege plötzlich immer so gut gelaunt, ohne erkennbaren Grund? Ist er im Geiste vielleicht schon ganz woanders? Die Online-Umfrage vom Karriereportal Monster sollte hellhörig werden lassen. Gerade mal 13 Prozent der Deutschen lieben ihren Job, heißst es da.

Kein gutes Zeugnis für die Arbeitgeber. Die bekommen dafür – glaubt man der Umfrage – bald Arbeit: Im europäischen Durchschnitt sollen 59 Prozent schon dabei sein, abtrünnig zu werden.

Und das ist noch nicht alles: Weitere 15 Prozent planen dasselbe, jedenfalls auf Sicht, in den nächsten Jahren. Angst vor dem Wechselrisiko haben sie nicht. Was die anderen noch hält? Na eben diese Angst vor Einkommensverlust.

 

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Alle Kommentare [2]

  1. Ich halte das für Statistik-Kappes, in Nachrichten gegossen: Natürlich liegts an der Auswahl der Benutzer, denn wer schon mal bei monster reinschaut, sucht natürlich auch meistens einen Job.

  2. Die Statistik ist wie eine Laterne im Hafen. Sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt als zur Erleuchtung.
    Hermann Josef Abs (1901-94), dt. Bankier
    Oder wie mein Vater aus langjähriger Erfahrung als Marktforscher eines großen Konzerns formulierte: „ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.“
    Es erscheint mir sinnvoll die Mitarbeiter Fluktuation unter ökonomischen Gesichtspunkten zu betrachten. In Zeiten der Rezession und hoher Arbeitslosigkeit finden auch Firmen mit schlechtem Betriebs-/Arbeitsklima gute Mitarbeiter zu geringem Salär.
    Dreht sich die Wirtschaftslage und der Aufschwung lockt, verlassen zumindest die guten und kompetenten Mitarbeiter diese Firmen. In der Folge zeigen sich dann Qualitätsmängel und Servicewüsten. Es erscheint also als Gesetz des Marktes, dass Qualität und kompetentes, professionelles H.R. – Management kausal zusammen gehören. Oder im Umkehrschluss, wie vor kurzem die Süddeutsche formulierte: „Geiz ist Gammel“, gerade und auch in der Personalpolitik.