Weihnachtsgrüsse (3): Von Marke an Marke

Haben Sie schon mal einen Weihnachtsgruß erhalten, auf dem kein einziger Mensch grüßt – entgegen dem Trend, gerade ganze Teams auf einer Karte unterschrieben zu lassen? kein Absender, kein Unterzeichner, weder ein vor- noch ein nachname überhaupt in Sicht oder vorgesehen? Als Absender fungiert eine internationale Großkanzlei, die unter den Top-50 in Deutschland steht. „Frohe Weihnachten von xy“, heisst es unter einem völlig seelenlosen Motiv: den Initialen der Kanzlei mit einer Schleife. C´est tout. Kein Santa Claus auf dem Schlitten, keine Schneelandschaft nichts. Wunderbar. Mir wird warm ums Herz.

Man bedankt sich für gute Zusammenarbeit undsoweiter und grüßt ganz pauschal als „Rechtsanwälte und Mitarbeiter von xy“ – man beachte die feiene Differenzierung selbst an dieser Stelle.

Untendrunter dann noch der anscheinend unvermeidliche Hinweis, das Geld was man beim Empfänger einspart, komme angeblich (wieviel eigentlich?) Unicef zugute. traurig, dass eine solche Großkanzlei nicht flüssig genug ist, Weihnachtskarten zu verschicken und eine Unicef-Spende zu machen. so notleidend kamen sie mir bislang gar nicht vor. Vielleicht ist es eher die Abteilung knauserig, aber dann ist es ungeschickte PR, das auch noch allen Geschäftspartnern, Mandanten, Kunden und Lieferanten auf diesem Wege mitzuteilen.

Nicht mal eine Anrede gibt`s wie „Liebe Geschäftspartner, Kunden oder was auch immer“.

Das soll ein Weihnachtsgruss sein?

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