Wenn der Beneidete unglücklicher ist als der Neider

„Gewöhnung und Vergleichen trüben die Freude und verhindern, dass wachsender Wohlstand uns glücklicher macht,“schreibt Christine Koller, die Autorin des Buchs „50 Wege zum Glück“.* Womit sie nicht ganz unrecht hat.

Vor allem aber: Unglücklich macht der Neid nicht nur den Neider, sondern auch den Beneideten, die Gutverdienen konkret gesagt.  Eien repräsentative Umfrage zeigt: Jedem fünfte Gutverdiener (21,9 Prozent) mit einem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen ab 3000 Euro geht es aufs Gemüt, wenn er bemerkt, dass andere auf ihn neidisch sind. Und 25,8 Prozent dieser Einkommengruppe haben sogar das – beklemmende – Gefühl, oft beneidet zu werden.  Dies erforschte das Marktforschungsinstitut GFK für die „Apotheken Umschau“. http://www.presseportal.de/pm/52678/1726408/wort_und_bild_apotheken_umschau

Wie weit der Neid der Menschen geht, erzählte mir heute ein Manager, der mit seiner Familie nicht in die Großstadt, sondern aufs Land gezogen war. Damit seine Kinder in einerm völlig normalen Umfeld, einer ländlichen Idylle eben, aufwachsen sollen. Zur Strafe für sein überdurchschnittliches Einkommen sollte das eine Kind keinen Platz in der Grundschule am Ort bekommen – sondern sieben Kilometer entfernt. Wo die Schulfreunde nachmittags definitiv nicht mal so eben zum Fußball-Spielen greifbar gewesen wären für seinen Sohn undsoweiter. Ist das umgekehrte Diskriminierung? Nur mit erbitterten Kämpfen konnte er sich jedenfalls durchsetzen.

* „50 einfache Wege zum Glück“, Christine Koller, Jon Christoph Berndt, Westend Verlag, 224 Seiten, 14,95 Euro. http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=christine+koller+gl%C3%BCck&rh=i%3Aaps%2Ck%3Achristine+koller+gl%C3%BCck&ajr=3

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