Vor allen anderen entblättern – oder doch lieber scannen lassen?

70 Prozent der Deutschen hätten bei der Flughafen-Sicherheitskontrolle nichts gegen biometrische Sicherheitsverfahren wie Iris-Scan oder Fingerprint. 64 Prozent der Befragten würden Ganzkörperscans zulassen, um sicherer zu ihrem Flugziel zu gelangen. Das besagt der Security Index des IT-Unternehmens Unisys.

Nebenbei bemerkt: Wer Mantel, Jackett, Gürtel und Stiefel vor den Augen aller anderen – wartenden – Flugreisenden nach und nach ausziehen muss, auf Socken dasteht und das Gerät der Sicherheitsbeamtin immer noch piepst, der findet den Gedanken an einen Nacktscanner plötzlich gar nicht mehr so übel. Dessen Bilder würden vermutlich auch nicht allen anderen Fluggästen vorgeführt, sondern nur für die Sicherheitsleuten zu sehen sein – und die sähen dann täglich so viele, dass sie bald gelangweilt wären davon. So wie jede Röntgenassistentin im Krankenhaus. Ganz abgesehen davon, dass sich Saunabesucher ganz freiwillig im Adamskostüm fremden Leuten zeigen.

Die Sicherheitsbewussten unter den Fluggästen sind laut Dietrich Schmitt, Geschäftsführer der Unisys Deutschland, mehr „als allgemein angenommen“. Der Security Index von Unisys ist eine Umfrage zu Sicherheitsbedenken in puncto nationale, finanzielle, Internet- und persönliche Sicherheit. Danach haben die Deutschen insgesamt hohe Sicherheitsbedenken: An erster Stelle steht die Angst vor demMißbrauch ihrer Daten, an zweiter die Sorge um Kreditkartenbetrug und an dritter die Angst um die Computer-Sicherheit im Hinblick auf Viren und Spam.

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