Mettenheimer bleibt nicht mehr an Freshfields Weltspitze

Konstantin Mettenheimer mag nicht mehr länger an der Weltspitze die Geschicke der Großkanzlei Freshfields steuern. Der 54-Jährige, der gerade in den Tiroler Bergen wandert, will sich nicht zur Wiederwahl im Herbst stellen. Stattedessen will er zurück ins Glied treten und als Steuer- bzw. Gesellschaftsrechtler in der Sozietät bleiben. Das Bemerkenswerte an ihm auf diesem Posten war, dass Mettenheimer es als Deutscher vor fünf Jahren an die Spitze der Londoner Kanzlei mit insgesamt 2 500 Anwälten geschafft hatte. In Deutschland bringt es Freshfields auf 550 Anwälte und ist damit die größte Law Firm hierzulande. Weltweit ist sie – gemessen an ihrem Umsatz – die viergrößte.

Die Zeiten waren für Mettenheimer durchaus bewegt, auch wenn er heute sagt, „Freshfields steht nicht nur glänzend, sondern brilliant da“. Schließlich war er es, der das Boot steuerte, als Freshfields eine große Zahl von Partnern degradierte und damit als erste Kanzlei in Deutschland das alte Tabu brach, dass Partnerschaften lebenslang angelegt waren.

Von wem sich Mettenheimer Rat geben liess bei seinem Entschluß? An erster Stelle von seiner Ehefrau. Und weil er – anders als so mancher britische Anwaltskollege – nicht ans Aufhören und die Rosenschere denkt, geht er zurück an die Mandanten-Front. Nominierungen für seine Nachfolge gibts noch nicht, bis Jahresende bleibt er im Amt und will so lange „energisch weiter führen“, erzählte er heute bestens gelaunt am Telefon dem Handelsblatt aus den Tiroler Bergen.

http://www.handelsblatt.com/karriere/freshfields-sortiert-maechtig-partner-aus;1229020

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