Welche Firmen haben so viel Glanz, dass sie von Top-Managern andere Unternehmen aus aller Welt bewundert werden? Für die Deutschen ist dieses Top-50-Ranking des Beratungsunternehmens Hay Group der „Most admired Companies“ wenig rühmlich – ist doch nur ein einziger deutscher Name dabei.Unter den Top-50 der meistbewunderten Unternehmen weltweit ist gerade mal BMW als einziger deutscher Name zu finden: BMW und zwar auf Platz 28 – vollkommen abgeschmiert, nachdem der bayerische Autobauer vor zwei Jahren noch auf Platz neun stand. 41 Plätze von den 50 entfallen auf amerikanische Companies: Auf Platz eins steht der Computerproduzent Apple, Platz zwei Versicherer Berkshire Hathaway und Platz drei die Automarke Toyota aus Japan gefolgt von Google, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Southwest Airlines, FedEx, Genereal Electric und Microsoft auf Platz zehn. Der einzige Schweizer unter den Top 50 ist Nestlè (38), der einzige Finne Nokia (42), der einzige Südkoreaner Samsung(50), der einzige aus Singapur Singapore Airlines (33), als zweiter Japaner Sony (39) und als dritter im Bunde der Automobilzulieferer Toyota Industries.
Die Untersuchung stammt von dem Berater Hay Group für das Magazin „Fortune“. Befragt wurden weltweit 4047 Führungskräfte, Direktoren und Analysten.
Wofür diese Befragten BMW bewundern? Für die Qualität des Managements, die Produkt- und die Servicequalität, meint Axel Peters, Vice President von Hay Group Deutschland.
http://money.cnn.com/magazines/fortune/mostadmired/2009/full_list/index.html
In den einzelnen Branchen – hier bewerten Branchenangehörige ihre Kollegen – sieht es für deutsche Unternehmen etwas besser aus. Im Industrieranking steht der Düsseldorfer Chemieriese Henkel auf Platz zwei. Weil er sich engagiert für Gesellschaft und Umwelt, wegen seiner Nutzung des Unternehmenskapitals, dem langfristigen Investitionsverhalten, der finanziellen Stabilität und der Management-Qualität, so Hay-Vizechef Axel Peters.
Anders als Siemens: In den Augen der Branche hat sich der Konzern „vor allem in der globalen Ausrichtung, in der Nutzung des Unternehmenskapitals und im Personalmanagement verschlechtert“.
BASF rangiert in fast allen Bewertungskriterien auf Platz eins der Chemie-Branche, nur nicht in Sachen gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung. In diesem Feld attestierten die Manager Bayer eine Minderung der Management-Qualität und schlechtere Nutzung des Unternehmenskapitals.
Im Detail: Bosch ist Branchenführer bei Innovationen. In der Energie-Branche dagegen bekam EON ein „relativ schlechtes Rating“ bei seinem Personal-Management, so Peters.
