Die 10 größten Chip-Auftragsfertiger der Welt: TSMC vor Samsung und UMC

Die drei Länder Taiwan, Südkorea und China kommen zusammen auf fast 90 Prozent der weltweiten Foundry-Kapazitäten im Halbleitergeschäft.

Die seit gut zwei Jahren währende Versorgungskrise mit Halbleiterbausteinen hat die Abhängigkeit der westlichen Industrie von globalen Lieferketten eindrücklich unter Beweis gestellt – zumal sich die Hochburgen in der Chipproduktion seit 1990 dramatisch verschoben haben.

Zwar will Europa endlich gegensteuern, wie die EU-Kommission seit Jahresbeginn mehrfach beteuert hat. Wie bereits am Montagabend durchsickerte, will der US-Gigant Intel ein neues Werk in Magdeburg bauen – das erste Werk der Amerikaner auf dem europäischen Kontinent überhaupt.

Ein wichtiges Zeichen für den Standort Europa – und für Deutschland allemal. Immerhin könnte Magdeburg dank Intel und der Investitionen weiterer Zulieferer mittelfristig zu einem der größten Chipstandorte Europas avancieren.

Gleichwohl zeigt ein etwas anderer Blick auf die Chipindustrie, wie abhängig Europa – und auch der Rest der Welt – weiterhin von Asien sind: Betrachtet man nämlich die größten Auftragsfertiger von Halbleiterbausteinen, liegen hier fast 90 Prozent aller Kapazitäten bei Herstellern aus den drei Ländern Taiwan (63 Prozent), Südkorea (18 Prozent) und China (6 Prozent; Grafik zum Vergrößern anklicken):

Quelle: Visual Capitalist

Allein der taiwanesische Marktführer Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) vereinnahmt 54 Prozent des Fourndy-Marktes auf sich, der südkoreanische Gigant Samsung folgt mit 17 Prozent; den Bronze-Rang nimmt Taiwan-Rivale UMC mit sieben Prozent ein.

Nur zwei der größten zehn Auftragsfertiger stammen nicht aus Asien: Der US-Hersteller Globalfoundries mit ebenfalls sieben Prozent sowie der israelische Hersteller Tower Semiconductor mit einem Prozent auf Rang 10.

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Alle Kommentare [2]

  1. Das Investitionen in die Entwicklung und Fertigung existentieller Schlüsseltechnologien nach Asien, hauptsächlich China, Japan, Südkorea und Taiwan beheimatet sind, ist bekannt. Die möglichen Konsequenzen sind dramatisch. Magdeburg als Standort ist erfreulich und eine sinnvolle Entscheidung.

  2. @RH: Danke für Ihren Kommentar – bewerte die Entscheidung ebenfalls positiv. Dauert halt nur viele Jahre, bis sich da was tut… die Asiaten haben diese Art von Standortpolitik in Sachen Halbleiter schon vor 20 Jahren betrieben.