Facebook, WhatsApp, Messenger & Instagram – zusammen 3,2 Milliarden Nutzer im Monat

Die aktuellen Nutzungszahlen von Facebook und seinen Zukäufen im Vergleich zum Übernahmezeitpunkt zeigen die Dominanz der Zuckerberg-Company.

Aktuell kommt Facebook nicht aus den Schlagzeilen: Schon rund um die US-Präsidentschaftswahl geriet die Zuckerberg-Company in die Kritik, weil bestimmte Artikel in dem Netzwerk nicht mehr weitergeleitet werden konnten.

Vor zwei Wochen verklagten schließlich US-Wettbewerbsbehörde FTC sowie 46 US-Bundesstaaten und Territorien das soziale Netzwerk. Die Behörden wollen gerichtlich feststellen lassen, dass Facebook planmäßig tatsächliche und mögliche Konkurrenten aufkauft, um sie rechtzeitig zu eliminieren oder für sich arbeiten zu lassen.

Wie groß das Facebook-Imperium inzwischen tatsächlich geworden ist, zeigt ein Blick auf die aktuellen Zahlen auf das soziale Netzwerk selbst – sowie seine wichtigsten Zukäufe, allen voran den Messenger WhatsApp und die Fotoplattform Instagram:

Quelle: Facebook/Statista

Demnach erreicht Facebook laut jüngst veröffentlichten Zahlen 2,7 Milliarden Nutzer im Monat, der zugehörige Facebook Messenger 1,3 Milliarden. WhatsApp lag Anfang des Jahres bei zwei Milliarden; Instagram Mitte 2018 bei einer Milliarde Nutzer. Zusammen werden alle vier Dienste laut im dritten Quartal 2020 veröffentlichten Zahlen von 3,2 Milliarden Menschen im Monat genutzt.

Wie sehr Facebook von seinen Zukäufen profitiert hat, zeigt ein Vergleich mit den entsprechenden Zahlen zum Zeitpunkt der Übernahme: Instagram kam im April 2012 – das ich seinerzeit als „Eine-Milliarde-Dollar-Schnäppchen“ betitelt hatte – gerade mal auf 30 Millionen Nutzer:

Quelle: Facebook/Statista

WhatsApp war da im Februar 2014 mit 450 Millionen Nutzern schon in einem reiferen Stadium – und wegen des drei Mal so schnellen Wachstums als Facebook auch deutlich teurer – 19 Milliarden Dollar nämlich. Auch das war im heutigen Lichte freilich ein wahres Schnäppchen.

Im Kartellverfahren helfen dürften Facebook diese Zahlen nicht gerade – aber immerhin zeigen sie, dass die Mutter die Zukäufe nach der Übernahme nicht einfach platt gemacht hat. Zugleich zeugen sie aber von dem Quasi-Monopol von Zuckerberg bei Social Media.

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