Krokers RAM: Wider den Digitalisierungs-Blues – weil die Transformation gerade erst beginnt

Mein Rant am Morgen: Die Chefetagen müssen akzeptieren, dass der digitale Wandel die Unternehmen viele Jahre vor enorme Herausforderungen stellen wird – und die Transformation von oben aktiv vorantreiben.

Reichlich verwundert, um nicht zu sagen entgeistert, habe ich kürzlich die Studie zur Kenntnis genommen, dass viele Unternehmen gerade in Deutschland unter einem regelrechten Digitalisierung-Blues leiden: Demnach erzielt erst jedes vierte Unternehmen Umsatzsteigerungen durch die digitale Transformation.

Damit nicht genug: So droht sich die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung zu verzetteln: Denn für nur zwölft Prozent der hiesigen Unternehmen ist der digitale Umbau aktuell die wichtigste Aufgabe.

Ich gestehe, dass mich diese Aussagen ein Stück weit ratlos zurück lassen. Schließlich ist die digitale Transformation der vermutlich wichtigste und tiefgreifendste Wandel, der praktisch alle Industrien umkrempeln wird.

Wie sehr das manche Branchen regelrecht durcheinander wirbelt, lässt sich gut am Beispiel der Musikindustrie ablesen, die ich hier im Blog ja immer wieder als Vorreiter in Sachen Digitalisierung präsentiere: So ist das Geschäft mit trällernden Stars & Sternchen fast 20 Jahre lang geschrumpft – und erst kürzlich wieder auf Wachstumspfad zurückgekehrt, nach einem Umsatzschwund von insgesamt zwei Dritteln.

Derart dramatisch werden die Auswirkungen natürlich nicht in allen Branchen sein. Klar ist aber auch: Der digitale Wandel wird die Unternehmen viele Jahre vor enorme Herausforderungen stellen – und er beginnt gerade erst.

Genau das müssen vor allem die Unternehmensleitungen annehmen – und die Transformation von oben aktiv vorantreiben.

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