Wie Android & Apple den Smartphone-Markt in ein Duopol verwandelt haben

Binnen drei Jahren haben das iPhone  und die Google-Plattform fast alle anderen Konkurrenten aus dem Smartphone-Geschäft heraus gedrängt. 

Seit Anfang 2010 hat sich der Smartphone-Markt dramatisch gewandelt, wie das US-Marktforschungshaus Comscore jüngst in mehreren Studien noch einmal sehr anschaulich deutlich gemacht hat. Bis Ende des vergangenen Jahres haben die beiden mobilen Plattformen Apple und Android rund 90 Prozent des gesamten Marktes auf sich vereint.

Im Jahr 2005 war der Smartphone-Markt mit Symbian/Nokia, RIM/Blackberry, Palm sowie Microsoft/Windows Mobile hingegen noch weit entfernt von einem derartigen Duopol. Auch wenn jene Zahlen den amerikanischen Markt betreffen, gelten die grundsätzlichen Trends wie etwa die rückläufige Vielfalt der Anbieter auch weltweit:

Quelle: Apple 2.0/Comscore

Wichtig ist diese Entwicklung auch und gerade für die Entwickler von Smartphone-Apps. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, für welche der beiden Plattformen sie zuerst eine App entwickeln sollen, haben die US-Marktforscher von Comscore die wichtigsten demographischen Daten der jeweiligen Nutzerschaft in einer Infografik zusammengestellt.

So sind iPhone-Nutzer im Schnitt deutlich wohlhabender als ihre Android-Gegenspieler: Mit 41 Prozent befindet sich sogar die relative Mehrheit aller Nutzer in der höchsten Einkommensstufe jenseits von 100.000 Dollar Jahreseinkommen. Zugleich sind Apple-Jünger deutlich offener für M-Commerce: Bereits 23 Prozent haben bereits mit ihrem Smartphone mobil eingekauft, nur 19 Prozent waren es bei Android.

Quelle: Comscore

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Alle Kommentare [2]

  1. Ist es richtig von einem „Duopol“ zu sprechen, wenn doch mehrere große Anbieter mit Android im Wettbewerb zueinander stehen? Dabei besteht sogar die Möglichkeit, Android zu forken, wie es bereits Amazon, OPhone und andere getan haben?

    Ist also eher ein „Oligopol“, oder?