Das Gros des globalen Internet-Verkehrs wird mobil erzeugt – mit regionalen Ausnahmen

Während die westlichen Industriestaaten noch mehrheitlich per stationären Rechnern online gehen, liegen in Schwellenländern Smartphones vorne.

Der weltweite Trend verlagert sich immer weiter vom stationären hin zum mobilen Internet. Laut Daten des amerikanischen Marktforschers StatCounter stammten Ende 2021 gut 57 Prozent des weltweiten Internet-Verkehrs von Moilgeräten – er wurde also quasi „unterwegs“ erzeugt. Nur noch knapp 43 Prozent entfielen auf PCs.

Wirklich neu ist dieser Trend zugegebenermaßen nicht: Schon 2019 lag die täglich verbrachte Zeit an Smartphones gleichauf mit PCs. Und die legendäre Präsentation „Mobile frisst die Welt“ („Mobile eating the world“) des britischen Analysten Ben Evans datiert gar auf Ende 2013 – siehe mein damaliger Blog-Beitrag.

Spannend aber dennoch die regionalen Unterschiede: So scheinen sich vor allem die Menschen in Nordamerika, Europa und Australien/Ozeanien immer noch nicht so recht von ihren stationären Rechnern verabschieden zu wollen – hier dominieren mit jeweils 51, 53 und 57 Prozent weiterhin Desktop-PCs:

Quelle: Statista

Umgekehrt beweisen vor allem die vermeintlich unterentwickelten Schwellenländer die Theorie vom Überspringen des Festnetzes: In vielen Regionen und Ländern wurden nie im großen Stil kabelgebundene Netzte verlegt – und wenn dann nur in Städten.

Folglich war es hier einfacher und letztlich auch günstiger, gleich Mobilfunkanlagen zu installieren: Unter anderem wegen dieses Effekts kommt Afrika auf einen Anteil des mobilen Internets von fast 70 Prozent; in Asien sind es rund 66 Prozent.

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