Krokers RAM: Die mangelhafte Digitalisierung in der Fertigung schlägt jetzt auf Mitarbeiter durch!

Mein Rant am Morgen: Auch viele Beschäftigte in Produktionsunternehmen achten immer stärker auf die digitale Ausstattung ihrer Arbeitsplätze. So wird die schlechte Digitalisierung in den kommenden Jahren das Anheuern von Nachwuchskräften weiter erschweren.

Das Thema Digitalisierung ist seit geraumer Zeit in aller Munde – meist jedoch im Umfeld von Büroangestellten, Neudeutsch auch Wissensarbeiter genannt: Ohne digitale Tools am Arbeitsplatz geht hier wenig.

Das hat sich nicht zuletzt in der Corona-Pandemie gezeigt, als viele Unternehmen kurzerhand auf Heimarbeit und Videokonferenzen umgeschaltet haben. Inzwischen ist dies auch ein wichtiges Kriterium für Arbeitnehmer: Fast jeder zweite Jobwechsler würde nur solche Stellen nur, die Arbeiten von Zuhause oder flexible Optionen bietet.

Doch die vielfach kritisierte mangelhafte Digitalisierung der deutschen Unternehmen – sie geben sich selbst nur die Note „befriedigend“ – schlägt inzwischen nicht nur die vielbeschworenen Knowledge Worker durch.

Demnach kann sich inzwischen nämlich auch fast zweite Produktionsmitarbeiter einen Jobwechsel für ein digitaleres Umfeld vorstellen, wie eine in dieser Woche veröffentlichte Studie zeigte.

Demnach hängt auch für viele Beschäftigte in Produktion, Wartung sowie Arbeitsschutz die Attraktivität einer Arbeitsstelle von der technischen Ausstattung ab – wenig verwunderlich: Schließlich bekommen viele Beschäftigte in der Fertigung, aber auch im Handwerk mit, wie Freunde und Bekannte im Home-Office arbeiten und digital sind.

Anders ausgedrückt: Die mangelhafte Digitalisierung auch und gerade in deutschen Produktionsunternehmen schlägt jetzt auch auf die Mitarbeiter durch. Vor allem jüngere Beschäftigte wählen ihren Job verstärkt anhand digitaler Kriterien aus – das wird das Anheuern von Nachwuchskräften in den kommenden Jahren weiter erschweren.

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