Die Hälfte der deutschen CIOs glaubt, dass ihre Kollaborationstools nicht effektiv genutzt werden

In vielen Firmen ist eine Kluft zwischen Technologie und Unternehmenskultur spürbar. Dabei ist für Kollaboration vor allem Transparenz erforderlich.

Viele Unternehmen haben – vor allem bedingt durch die Corona-Pandemie und den verstärkten Gang vieler Mitarbeiter ins Home Office – in Kollaborationstools investiert. Doch mit der Einführung moderner Tools ist ein Kulturwandel innerhalb der Firmen notwendig, um das Potenzial der Technologie voll ausschöpfen zu können.

Zwar sind sich mehr als die Hälfte der Büroangestellten einig, dass bestimmte Tools, die Kollaboration, Projektmanagement oder Kommunikation fördern, wesentlich zur Verbesserung der Unternehmenskultur beitragen (53 Prozent). Zugleich geht jeder zweite IT-Entscheider davon aus, dass er zwar erstklassige Software in seiner IT-Landschaft implementieren konnte, jedoch das Gefühl hat, dass diese nicht effektiv eingesetzt wird (48 Prozent).

Das ist der zentrale Befund einer Studie des australischen Anbieters von Collaboration-Software Atlassian, der unter anderem das bekannte Tool Trello im Portfolio hat. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

Sol fehlt es laut den befragten IT-Entscheidern gleichzeitig in vier von zehn Unternehmen an Zeit, um ganzheitliche Anpassungen und Umstrukturierungen vorzunehmen (38 Prozent). Auch der Kostenfaktor spielt hierbei für 35 Prozent der befragten IT-Entscheider eine Rolle. Ein Drittel gibt an, dass die Zuständigkeiten für solche Veränderungen nicht klar geregelt sind (32 Prozent).

38 Prozent der IT-Entscheider geben an, dass die derzeitigen Prozesse in ihrem Unternehmen (eher) nicht mehr mit dem modernen Toolset mithalten können. Dies lässt darauf schließen, dass digitale Lösungen allein nicht ausreichen, um einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz zu schaffen. Vielmehr sollten Investments in moderne Technologie mit einem einschlägigen Kulturwandel einhergehen.

Für synchrone und asynchrone digitale Zusammenarbeit braucht es daher ein hohes Maß an Transparenz, damit das gesamte Team den Überblick über den Status Quo und den Fortschritt behält, sowie Möglichkeiten, Informationen auszutauschen und effizient miteinander zu kommunizieren.

Dieser Meinung sind auch die befragten Büroangestellten: Drei Viertel erkennen in einer fortschrittlichen IT-Infrastruktur einen Vorteil für die Unternehmenskultur (74 Prozent). Ein Teil der IT-Entscheider hat dieses Problem bereits erkannt und in den vorangegangenen zwölf Monaten in Kollaborationstools für Projekt- (45 Prozent) und Wissensmanagement (31 Prozent) investiert.

Um die digitale Zusammenarbeit transparenter zu machen und wesentlich zu verbessern, würden sie gerne Veränderungen in ihrem Unternehmen anstoßen – einschließlich der Anschaffung von Wissens- (31 Prozent) und Projektmanagement- (28 Prozent) sowie Videokonferenztools (26 Prozent).

Die wichtigsten Ergebnisse der Collaboration-Studie zusammengefasst in der folgenden Infografik:

Quelle: Atlassian

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