Arbeit der Zukunft: Deutsche wünschen sich mehr Home Office & digitale Zusammenarbeit

Fachliche Kompetenzen setzen die gut ausgebildeten Deutschen nicht so hoch an, hierzulande legt man mehr Wert auf kritisches Denken und Kreativität.

Die globale Corona-Pandemie bringt in vielen Wirtschaftszweigen und Lebensbereichen schnelle Veränderungen. So hat sich der Alltag der Deutschen vor allem Im Lockdown drastisch gewandelt.

Sehr viele Arbeitnehmer, die vorher nur sporadisch oder gar nicht im Home Office arbeiten durften oder wollten, saßen von heute auf morgen am heimischen Küchentisch. Zeitgleich investieren viele Arbeitgeber massiv in mobile Infrastrukturen wie Notebooks und passgenaue intelligente Softwarelösungen.

Unabhängig davon wollen viele Arbeitnehmer Veränderungen, beispielsweise generell mehr Home-Office-Tage. Was sind ihre Vorstellungen? Genau das hat der amerikanische Cloud-Anbieter Salesforce in einer Studie untersucht, für die das Unternehmen Menschen weltweit und in Deutschland befragt hat. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

Für fast die Hälfte der Deutschen ist es wichtig, dass ihre Tätigkeit einen Sinn erfüllt und umweltgerecht ist. 66 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass die Beendigung von gesellschaftlicher Ungleichheit weltweit eine hohe Priorität für Unternehmen haben sollte..

Wegen der globalen Coronavirus-Pandemie müssen sich Unternehmen, egal wie groß und aus welcher Branche sie sind, transformieren und digitalisieren. Damit Technologie der Gesellschaft hilft, muss sie mit und für die Menschen arbeiten.

Hierfür wünschen sich die Deutschen folgendes:

  1. Psychische Gesundheit der Mitarbeiter
  2. Sichere Arbeitsplatzgestaltung
  3. Technologien zur Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz
  4. Ortsunabhängiges Arbeiten
  5. Mitarbeiterschulung und Kompetenzentwicklung

63 Prozent aller weltweit Befragten glauben, dass Unternehmen durch die Erfahrungen und Investitionen während der Corona-Pandemie krisenresistenter geworden sind. Ebenso wie Unternehmen lernen, widerstandsfähig zu sein und sich anzupassen, müssen dies auch die Mitarbeiter tun.

In acht von zehn Ländern sind die Befragten der Ansicht, dass Anpassungsfähigkeit die wichtigste Fähigkeit in den nächsten sechs Monaten sein wird – gefolgt von den weiteren Top-Skills: Zusammenarbeit, Belastbarkeit, fachliche Fähigkeiten und Kreativität.

Die Deutschen gehen abweichend davon aus, dass es primär auf reibungslose Zusammenarbeit ankommt. Damit gemeint sind die digitale Collaboration und Vernetzung über unterschiedliche Standorte und Home-Office-Arbeitsplätze hinweg.

Dazu gehört beispielsweise ein Echtzeitzugriff auf alle Dokumente zu einer Vertriebsanfrage, die sofortige Speicherung von Änderungen und neuen Bestellungen bei gemeinsamem Zugriff auf die Information und der einfache Austausch mit Kollegen und Kunden bei Online-Konferenzen inklusive dem Blick auf alle relevanten Unterlagen.

Am zweitwichtigsten ist für die Deutschen die Belastbarkeit der Einzelnen – Neudeutsch auch Resilienz genannt. Erst dann kommt die Anpassungsfähigkeit. Fachliche Kompetenzen setzen die gut ausgebildeten Deutschen nicht so hoch an, hierzulande legt man mehr Wert auf kritisches Denken und Kreativität, um den Wandel zu meistern.

Weitere Zahlen & Fakten der Studie „Die Zukunft der Arbeit“ aus Sicht der deutschen Bevölkerung in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Salesforce

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