Sechs von zehn Daten-Backups in Unternehmen schlagen fehl – und behindern so Digitalisierung

Trotz der integralen Rolle, die Backups in der Datensicherung von Firmen spielen, werden 14 Prozent aller Daten überhaupt nicht gesichert.

Datenschutzprobleme untergraben die Fähigkeit von Unternehmen, Initiativen zur digitalen Transformation weltweit umzusetzen. Demnach schlagen fast sechs von zehn Backups in Unternehmen fehl – wodurch die Daten ungeschützt bleiben. Das ist der zentrale Befund einer Studie des Datensicherungsspezialisten Veeam Software mit Hauptsitz in Baar im Kanton Zug in der Schweiz.

Mehr noch: Vor dem Hintergrund von Corona sehen 40 Prozent der Manager die daraus resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheit als größte Bedrohung für die Digitalisierungs-Initiativen ihres Unternehmens in den nächsten 12 Monaten an. Unzureichender Datenschutz und die durch die Pandemie verursachten Herausforderungen für die Geschäftskontinuität behindern zudem die Transformationsinitiativen von Organisationen.

Der Veeam Data Protection Report 2021 hat mehr als 3000 IT-Entscheider in globalen Unternehmen – über 300 davon in Deutschland – zu ihren Ansätzen für Datensicherung und Datenmanagement befragt.

So gaben die Studienteilnehmer an, dass ihre Datensicherungsfähigkeiten nicht mit den Digitalisierungsanforderungen ihres Unternehmens Schritt halten können. Das stellt eine Bedrohung für die Geschäftskontinuität dar und kann zu schwerwiegenden Folgen für den Ruf und die Leistung des Unternehmens führen.

Trotz der integralen Rolle, die Backups in der modernen Datensicherung spielen, werden 14 Prozent aller Daten überhaupt nicht gesichert und 58 Prozent der Wiederherstellungen schlagen fehl. Das bedeutet, dass Daten von Unternehmen ungeschützt und im Falle eines Angriffes nicht wiederherstellbar sind.

Darüber hinaus sind unerwartete Ausfälle keine Seltenheit: 95 Prozent der Unternehmen hatten in den letzten 12 Monaten damit zu kämpfen und bei jedem vierten Server gab es im vergangenen Jahr mindestens einen unerwarteten Ausfall. Mehr als die Hälfte der Manager gibt an, dass dies zu einem Vertrauensverlust bei den Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern gegenüber ihrem Unternehmen führen kann.

Unternehmensmanager sind sich der Notwendigkeit bewusst, einen Cloud-First-Ansatz zu verfolgen und die Art und Weise der IT-Bereitstellung als Reaktion auf die durch Corona verursachte digitale Beschleunigung zu ändern.

Viele haben dies bereits getan: 91 Prozent haben ihre Nutzung von Cloud-Services in den ersten Monaten der Pandemie erhöht, und die Mehrheit wird dies auch weiterhin tun: 60 Prozent planen, weitere Cloud-Services in ihre IT-Bereitstellungsstrategie aufzunehmen. Während die Unternehmen die Notwendigkeit erkennen, ihre Digitalisierungsinitiativen in den kommenden zwölf Monaten zu beschleunigen, räumen 40 Prozent ein, dass die wirtschaftliche Unsicherheit eine Gefahr für ihre Projekte darstellt.

Da Unternehmen zunehmend moderne IT-Services in raschem Tempo einführen, wird unzureichende Datensicherung dazu führen, dass Digitalisierungsinitiativen ins Stocken geraten oder sogar scheitern. Viele Befragte spüren die Auswirkungen bereits: 30 Prozent sagten, dass ihre Digitalisierungsprojekte in den letzten 12 Monaten verlangsamt oder gestoppt wurden.

Die Hindernisse zur Transformation sind vielschichtig, darunter die Tatsache, dass sich die IT-Teams zu sehr auf die Aufrechterhaltung des Betriebs während der Pandemie konzentrieren (53 Prozent), hinzu kommt die Abhängigkeit von Alt-IT-Systemen (51 Prozent) und die mangelnden Fachkenntnisse der IT-Mitarbeiter zur Implementierung neuer Technologie (49 Prozent).

In den kommenden 12 Monaten werden IT-Führungskräfte versuchen, ihre Digitalisierungsinitiativen wieder in Gang zu bringen, indem sie sofortige Lösungen für ihre kritischen Datenschutzanforderungen finden, wobei fast ein Drittel diese in die Cloud verlagern möchten.

Weitere Zahlen & Fakten zur Datensicherung und Digitalisierung in den Unternehmen in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Veeam

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Alle Kommentare [1]

  1. Mein Mann hat sein Unternehmen gegründet. Interessant finde ich im Artikel, dass Datenschutzprobleme die Fähigkeit von Unternehmen untergraben. Ich werde ihm davon berichten, dass er sich nach einem guten IT-Service umschauen kann.