Zwei Drittel der Unternehmen erwarten, dass sich die Datenmengen bis 2025 verfünffachen

Gleichwohl sind fast drei Viertel der Unternehmen in Deutschland überzeugt davon, dass sie die Flut von Daten erfolgreich meistern werden.

Internet of Things und die umfassende Vernetzung aller Maschinen, Gadgets und Geräte über das Internet sorgen für exponentielles Datenwachstum. Das wiederum bringt Chancen und Herausforderungen für die Unternehmen mit sich.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen hält Daten für äußerst oder sehr wertvoll – gleichzeitig befürchtet jedoch eine Mehrheit von 57 Prozent, die Datenmenge werde so schnell anwachsen, dass ihr Unternehmen nicht Schritt halten kann.Zwei Drittel der Unternehmen weltweit erwarten, dass sich allein die Datenmenge bis 2025 nahezu verfünffachen wird (67 Prozent).

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens True Global Intelligence im Auftrag des amerikanischen Software-Anbieters Splunk unter weltweit 2259 Führungskräften aus Business und IT, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, sowie USA, China und Australien. „Kroker’s Look @ IT“ veröffentlicht die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

Führungskräfte erkennen die große Chance dieses explosiven Datenwachstums und halten Daten für äußerst oder sogar sehr wertvoll für den Gesamterfolg (81 Prozent), die Innovationskraft (75 Prozent) und die Cybersicherheit (78 Prozent) ihrer Unternehmen.

Dennoch berichten 66 Prozent der Befragten weltweit, dass mindestens die Hälfte ihrer Unternehmensdaten Dark Data seien, also unerschlossene, ungenutzte oder völlig unbekannte Daten. Das ist ein 10-prozentiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Die Studienergebnisse aus Deutschland zeigen, dass Unternehmen hierzulande im Jahr 2025 mit einem 4,5-fachen Anstieg der Datenmenge im Vergleich zu heute rechnen. Über die Hälfte der 250 Befragten (44 Prozent Mittelstand, 56 Prozent Großunternehmen) gibt an, dass das Datenvolumen bereits jetzt so schnell ansteigt, dass ihr Unternehmen nicht mehr mit der Entwicklung Schritt halten kann. Die Unternehmen spüren die Datenwelle, bereiten sich jedoch schon aktiv darauf vor oder sind bereits vorbereitet.

Weitere Ergebnisse aus Deutschland:

  • Positive Prognose: Neun von zehn deutschen Befragten erklären, dass ihre Unternehmen sich bereits gezielt zukunftssicher aufstellen, um für die kommende Datenwelle gewappnet zu sein (86 Prozent). Nur jeder fünfte deutsche Befragte gibt an, dass es in ihrem Unternehmen eine große Verunsicherung diesbezüglich gibt (19 Prozent). Vier von zehn verspüren hingegen keinerlei oder nur eine geringe Verunsicherung (41 Prozent). Es zeigt sich eine generell positive Grundeinstellung: Fast drei Viertel der Unternehmen sind überzeugt davon, dass sie die Flut von Daten erfolgreich meistern werden. Nur die Befragten aus China sind mit 96 Prozent noch positiver eingestellt.
  • Dark Data als Herausforderung und Chance zugleich: Mehr als jeder zweite deutsche Befragten schätzt, dass es sich bei mindestens der Hälfte ihrer Unternehmensdaten um Dark Data handelt (55 Prozent). Die Mehrheit der Befragten sieht die Gründe dafür in der Technologie oder den technischen Prozessen – beides Gründe, die durch ein optimiertes Datenmanagement und neue Softwarelösungen behoben werden könnten. Darüber hinaus begreifen 71 Prozent der Befragten die Datenwelle auch als Chance, sich proaktiv mit Dark Data in ihrem Unternehmen auseinanderzusetzen. 62 Prozent der deutschen Unternehmen gehen dieses Problem bereits an: Sie versuchen, der Datenwelle einen Schritt voraus zu sein, indem sie Dark Data identifizieren und nutzbar machen.
  • Hindernisse für wichtige Technologien: Die sechs wichtigen Zukunftstechnologien KI, 5G, Blockchain, IoT, AR/VR, Edge Computing stoßen in Deutschland hauptsächlich auf strukturelle Hindernisse. Am häufigsten werden folgende genannt:
    • Mangel an Fachpersonal
    • Schwierigkeiten beim Identifizieren von Dark Data
    • Schwierigkeiten bei der Verwaltung und Nutzung von Daten
    • Mangelndes Technologieverständnis

Weitere Zahlen & Fakten aus der Studie „Das Datenzeitalter hat begonnen“ in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Splunk

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