70 Prozent der Daten, die deutschen Firmen zur Verfügung stehen, werden nicht genutzt

Die Unternehmen in Deutschland gehen davon aus, dass die Daten im Laufe der kommenden zwei Jahre jährlich um knapp 37 Prozent anwachsen werden.

Die Auswertung und Nutzung der Daten, die in den Unternehmen anfallen, gilt seit einiger Zeit als eines der wichtigsten Trendthemen der IT. Schließlich explodieren die verfügbaren Datenmengen durch die Vernetzung aller Maschinen und Geräte im Internet der Dinge (IoT) in den kommenden Jahren geradezu, Stichwort Big Data.

Der amerikanische Festplattenhersteller Seagate und der IT-Marktbeobachter IDC haben in einer gemeinsamen Studie untersucht, wie die Unternehmen weltweit ihre Daten nutzen. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse speziell für Deutschland heute exklusiv.

Demnach gehen die deutschen Befragten davon aus, dass die Daten ihres Unternehmens im Laufe der kommenden zwei Jahre jährlich um knapp 37 Prozent anwachsen werden. Immerhin rund 56 Prozent der potenziell im Unternehmen zur Verfügung stehenden Daten werden gesammelt.

Die Kehrseite der Medaille: Insgesamt werden aber gerade einmal 30,6 Prozent aller in Unternehmen zur Verfügung stehenden Daten genutzt – die restlichen fast 70 Prozent bleiben ungenutzt.

Grund für diese Diskrepanz: 43 Prozent der deutschen Befragten empfinden es als größte Herausforderung, die gesammelten Daten nutzbar zu machen – also das Potenzial der Daten auszuschöpfen. Hinzu kommt, dass mehr als ein Drittel sagt, dass eine weitere Herausforderung darin besteht, sicherzustellen, dass die nötigen Daten gesammelt werden (36 Prozent)

Weitere Ergebnisse der deutschen Befragung:

  • Der Bericht benennt das fehlende Bindeglied der Datenverwaltung: Datenoperationen, auch DataOps genannt. IDC bezeichnet DataOps als „die Disziplin, die eine Verbindung zwischen Datenerstellern und Datennutzern herstellt“.
  • Die Mehrheit der Befragten aus Deutschland sagte, dass sie in Betracht ziehen und planen, Kapazitäten für DataOps einzurichten (42 Prozent) oder bereits damit begonnen haben (32 Prozent). Doch nur 13 Prozent haben DataOps-Kapazitäten „teilweise“ oder „ganz implementiert“. Das ist die niedrigste Zahl aus allen befragten Ländern. Immerhin: 82 Prozent der deutschen Teilnehmer schreiben DataOps eine hohe Bedeutung zu: 29 Prozent bezeichnen DataOps als „wichtig“, 41 Prozent als „sehr wichtig“ und 12 Prozent sogar als „extrem wichtig“.
  • Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten ist „zufrieden“ (43 Prozent) oder „äußerst zufrieden“ (10 Prozent)“ mit dem aktuellen Datenmanagement-Ansatz. Allerdings sehen 73 Prozent der Befragten hier auch noch „einigen“ (49 Prozent)“ oder „viel“ (24 Prozent) Verbesserungsbedarf.

Die wichtigsten Zahlen & Fakten zur Datennutzung in deutschen Unternehmen in der folgenden Infografik:

Quelle: Seagate

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