Krokes RAM: Die Furcht vor größerer digitaler Ungleichheit durch Corona ist berechtigt!

Mein Rant am Morgen: Ein Blick auf die Probleme im digitalen Schulbetrieb zeigt, dass die Corona-Pandemie die soziale Spaltung im Bildungssektor noch weiter vertieft – genau wie es viele Deutschen befürchten.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind vielfältig: Von vielen Einzelhändlern, Gastronomen und Selbstständigen, die nach dem monatelangen Lockdown ums Überleben bangen und teils um ihre blanke Existenz fürchten. Bis hin zu einzelnen Unternehmen, die sogar profitieren – etwa im E-Commerce.

Klar ist also bereits heute, dass die Ungleichheit in Deutschland steigen wird. Das betrifft jedoch nicht nur die Verteilung von Jobs oder Geld – sondern auch bei der Digitalisierung.

Zwar stimmt es, dass viele Unternehmen durch die schnelle Umstellung auf Home Office und Telearbeit einen gewissen Digitalisierungsschub erfahren haben. Zugleich fürchten zwei Drittel der Deutschen eine größere Ungleichheit durch den Corona-Digital-Schub, wie eine Studie in dieser Woche ergeben hat.

Ich finde: Diese Furcht ist berechtigt. Die Belege dafür sind bereits heute für jeden sichtbar, der . Und zwar vor allem im für die Zukunft des Landes so wichtigen Schul- und Bildungsbereich, in dem sich heute bereits eine enorme Kluft auftut.

Auf der einen Seite die Schüler, die dank finanzieller Ausstattung der Eltern vergleichsweise gut durch die Phase des Homeschooling kommen, mit entsprechender Ausstattung an Geräten wie Notebooks, Tablets & Co. sowie schnellen Internetanschlüssen zu Hause.

Auf der anderen Seite diejenigen aus teils sozial abgehängten Haushalten ohne derartiges Equipment, wo dann letztlich überhaupt kein nennenswerter Unterricht mehr stattfindet. Anders ausgedrückt: Die ohnehin schon vorhandene Spaltung entlang sozialer Grenzen vertieft sich aktuell noch mehr.

Daher ist die Furcht vor größerer digitaler Ungleichheit durch Corona berechtigt!

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