Krokers RAM: Guter Schachzug von CEO Klein – SAP wieder mit einem Drittel Frauen im Vorstand

Mein Rant am Morgen: Mit dem überraschenden Anheuern der Microsoft-Deutschland-Chefin kann SAP-Chef Christian Klein die Scharte, die der Abgang von Co-Chefin Jennifer Morgan verursacht hat, wieder auswetzen. Nur wirklich international ist der Vorstand der Walldorfer so immer noch nicht.

Wie ich am Mittwoch exklusiv vorab in einer Online-Meldung sowie etwas größer in der heute erschienenen WirtschaftsWoche vermeldet habe, steht die langjährige Chefin von Microsoft Deutschland Sabine Bendiek kurz vor dem Wechsel als Arbeitsdirektorin und Personalchefin von SAP. Die offizielle Bestätigung aus Walldorf kam gestern.

Noch-Microsoft-Deutschland Chefin Sabine Bendiek, SAP-CEO Christian Klein

Man muss neidlos konstatieren: Mit der Personalie ist Christian Klein ein guter Schachzug gelungen – dies vor allem nach überraschenden Abgang seiner damaligen Co-Chefin Jennifer Morgan Ende April.

Damals hatte ich an dieser Stelle noch kommentiert, dass der Weggang der Amerikanerin ein enormer Imageschaden für SAP sei – schlicht weil er den Bemühungen des Software-Konzerns aus Walldorf für mehr Diversität und Geschlechtergerechtigkeit einen gehörigen Rückschlag versetzt.

Mit der Berufung der in der Branche gut vernetzten Bendiek kann Klein diese Scharte wieder auswetzen. Schließlich kommt SAP durch den Schritt auf einen Frauenanteil im Vorstand von einem Drittel – und ist damit Vorreiter im Dax. Laut Erhebung des DIW in Berlin lag der Anteil von Frauen im Vorstand der deutschen Dax-30-Unternehmen im vergangenen Jahr gerade mal bei bei 14,7 Prozent.

Neben Vorstandschef Christian Klein, Finanzvorstand Luka Mucic, Technikvorstand Jürgen Müller und Produktvorstand Thomas Saueressig verantwortet die Irin Adaire Fox-Martin im SAP-Vorstand den weltweiten Vertrieb. Nur wirklich international ist der Vorstand der Walldorfer so immer noch nicht.

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