Digitalisierung: Warum es bei Apps und Diensten auf die digitale Nutzer-Erfahrung ankommt

Welche drei kritischen Aspekte Unternehmen bei der Digitalisierung beachten müssen, um ihre Nutzererfahrung zu optimieren.

Technologie und digitale Dienste gehören mittlerweile ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. In einer Welt, in der Internet und Apps so selbstverständlich sind wie Strom oder fließendes Wasser, verzeihen Nutzer schlechte Performance immer seltener.

Mehr noch: Schlechte Bedienbarkeit, langsames Laden und Ausfälle verärgern sie sogar regelrecht. Der zu Cisco gehörende und auf die Optimierung von Anwendungen spezialisierte Software-Anbieter AppDynamics hat – basierend auf eigenen Studien – drei besonders kritische Aspekte herausgearbeitet, die Unternehmen beachten müssen, um ihre Nutzererfahrung zu optimieren.

„Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

1. Daten zusammenführen

Kunden erwarten heute, dass ein Unternehmen oder eine Marke sie kennt – oder anders ausgedrückt: Sie erwarten hyperpersonalisierte Angebote. Aus Nutzersicht macht es dabei keinen Unterschied, ob sie in einem Geschäft, in einer App oder auf einer Website mit einer Marke interagieren – die Grenzen verschwimmen zusehends.

Demnach erwarten 85 Prozent der Verbraucher, dass Marken ihre Loyalität anerkennen und sie dafür belohnen. 79 Prozent erwarten außerdem Anerkennung und Kompensation für schlechte Erfahrungen. Die Mehrheit der Befragten findet sogar, dass digitale Angebote in höherem Maße personalisiert sein sollten als persönliche Interaktionen.

Wenn Unternehmen diese Erwartungen erfüllen möchten, dürfen sie sich nicht nur auf einen Kanal konzentrieren. Ein Beispiel: Ein langjähriger Filialkunde und Inhaber einer klassischen Kundenkarte entschließt sich zum ersten Mal, online bei seiner Lieblingsmarke zu bestellen. Nur ein Unternehmen, dem es gelungen ist, seine Kundendaten aus Silos zu befreien und zusammenzuführen, kann diesen Kunden online genauso begrüßen wie im Geschäft. Gelingt das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, den Kunden zu verärgern.

2. Fehler schnell beheben

Wenn Kunden Probleme mit digitalen Diensten erleben, reagieren sie oft gestresst oder sogar wütend. Häufige Symptome sind Fluchen oder Schimpfen (44 Prozent), negativer Einfluss auf den Tagesablauf (25 Prozent) oder sogar Gereiztheit gegenüber Familie, Freunden und Kollegen.

Ausgelöst werden diese Reaktionen bei mehr als jeden Zweiten durch schlechte Performance, also lange Lade- oder Antwortzeiten (55 Prozent). Außerdem spielt mit 40 Prozent die Verfügbarkeit von Services eine Rolle. Für Frustration sorgt bei 32 Prozent der Befragten, wenn Services nicht den gewünschten Funktionsumfang bieten.

In der Welt des stationären Handels wäre undenkbar, dass ein Verkäufer einem Kunden einfach den Rücken zudreht und wegläuft. Doch online passiert – im übertragenen Sine – genau das. Doch das können sich Unternehmen heute genauso wenig leisten. Stattdessen müssen sie dafür sorgen, Fehler in ihren Apps und Websites so schnell wie möglich zu beheben, am besten bevor Kunden davon etwas bemerken.

3. Automatisierung

Man könnte sagen, die beste Customer Journey ist die, von der der Kunde gar nichts bemerkt. Die Prozesse dahinter interessieren ihn normalerweise nicht – und er möchte davon nichts mitbekommen, alles soll einfach funktionieren. Ist das nicht der Fall, reagieren Nutzer empfindlich – siehe oben.

Was sie allerdings in den seltensten Fällen tun, ist den Anbieter zu kontaktieren, ihn von einer Störung zu informieren und um Hilfe zu bitten. Laut den Zahlen von AppDynamcis tun das gerade einmal 17 Prozent der Befragten. Anbieter müssen also damit rechnen, dass unzufriedende Nutzer zur Konkurrenz wechseln, was sie selbst dann schlimmstenfalls erst an einem Umsatzrückgang merken.

Im Idealfall sorgen Unternehmen also dafür, dass es gar nicht so weit kommt. Entscheidend dafür ist Automatisierung im IT-Betrieb. Durch den Einsatz von KI-Algorithmen können entsprechende Lösungen große Datenmengen analysieren sowie wichtige Metriken überwachen, wodurch sie Anomalien frühzeitig erkennen und Maßnahmen einleiten können.

Viele weitere Zahlen & Fakten zur digitalen Nutzer-Erfahrung in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: AppDynamics

Verwandte Artikel:

Digitalisierung: Neun von zehn Behörden in Deutschland ohne digitale Strategie

Deutschland macht bei Digitalisierung Fortschritte, fällt aber von Platz 6 auf 14

Digitale Transformation: 6 von 10 Firmen treiben Prozessautomatisierung voran

In knapp der Hälfte der deutschen Firmen fehlt Know-how für digitale Transformation

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*