Krokers RAM: Die Coronakrise trennt bei den Unternehmen die Spreu vom Weizen!

Mein Rant am Morgen: Die Corona-Krise fungiert als Crash-Test für die deutsche Wirtschaft: Gut vorbereitete Unternehmen – also vor allem jene, die bereits in ihrer Digitalisierung weit fortgeschritten sind – werden letztlich gestärkt aus ihm hervorgehen.

Es ist bei der Corona-Pandemie im Prinzip wie in jeder Krise: Von Umsatzeinbrüchen und steigendem Druck auf die Kosten durch den wirtschaftlichen Shut-down sind erst einmal alle Unternehmen mehr oder weniger gleichermaßen betroffen.

Der Unterschied zeigt sich daran, wie schnell es Firmen gelingt, sich auf die verändernde Umstände anzupassen – das gilt auf die Kosten genauso wie auf neue Vertriebswege, neue Märkte bis hin zu komplett neuen Produkten.

So viel ist bereits jetzt klar: Firmen, die ihre Agilität durch digitale Transformation, durch die Automatisierung von Prozessen und durch das Ausschöpfen neuer digitaler Geschäftsmodelle bereits verbessert haben, werden die Krise besser meistern.

Denn sie können im Gegensatz zu den Nachzüglern einfacher und schneller Effizienzgewinne in Form von Einsparungen und Optimierungen entlang ihrer Wertschöpfungskette abschöpfen.

Wenig verwunderlich also, aktuell sechs von zehn Unternehmen ihre Digitalisierungsprojekte mit den größten Quick-Win-Aussichten sowie die Automatisierung von Prozessen vorantreiben, wie gestern berichtet.

Das bedeutet freilich auch: Die Corona-Krise ist ein Crash-Test für die deutschen Unternehmen – er wird die Spreu vom Weizen trennen. Und die starken Firmen werden gestärkt aus ihr hervorgehen – ebenfalls wie immer in Krisen!

Verwandte Artikel:

Krokers RAM: Wegen Corona bläst Xerox feindlichen HP-Kauf ab – gut für alle!

Krokers RAM: Kein direktes Handy-Tracking gegen die Corona-Pandemie!

Krokers RAM: Die Auswertung von Mobilfunkdaten gegen Corona ist richtig!

Krokers RAM: Ein Gutes hat Corona-Virus – Firmen denken beim Home-Office um!

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [2]

  1. Lieber Herr Kroker,
    heute muss ich Ihnen widersprechen: das trifft, wenn überhaupt, nur auf einen Ausschnitt der Wirtschaft zu. Inwieweit soll denn der Schreiner oder die Frisörin ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, einmal abgesehen von administrativen Prozessen, wo viele junge Handwerker meiner Erfahrung nach gut aufgestellt sind? Und was ist mit solchen Unternehmen, die zwar weitgehend und gut digitalisiert sind, aber von Branchen abhängen, die nun an Boden verlieren, etwa IT-Dienstleister im Automotive-Bereich?
    Dieser RAM ist etwas zu kurz gegriffen.

  2. Hallo Frau Schmidt,

    danke für den Kommentar. Ein berechtigter Hinweis – klar gilt das für Schreiner und Frisöre nicht in der gemeinten Form. Daber das ist ja auch eher der SoHo-Bereich, den ich und auch die WiWo in der Regel nicht explizit ansprechen. Digitalisierung gilt in der Form für alle Mittelständler ab einem bestimmten Jahresumsatz, niedriger zweistelliger Millionenbetrag, würde ich sagen. Da gilt’s dann aber quer durch alle Branchen. Dass die Unternehmen jetzt von der Krise unterschiedlich betroffen sind – geschenkt. Dennoch gilt die Schlussfolgerung, dass gut vorbereitete da gestärkt rausgehen werden – jedenfalls meiner Einschätzung nach.

    Viele Grüße
    Michael Kroker