Krokers RAM: Wegen Corona bläst Xerox feindlichen HP-Kauf ab – gut für alle Beteiligten!

Mein Rant am Morgen: Die Absage der feindlichen Übernahme des Computerkonzerns Hewlett-Packard durch den kleinern Rivalen Xerox ist für die meisten Beteiligten eher Glück im Unglück.

In dieser Woche hat der amerikanische Druckerhersteller Xerox die bereits seit einigen Monaten schwelende feindliche Übernahme des größeren PC-Anbieters Hewlett-Packard (HP) abgeblasen.

Xerox hatte zuletzt 35 Milliarden Dollar für den Computerkonzern geboten. Laut Nachrichtenagentur „Reuters“ sei der Schritt zwar enttäuschend, aber notwendig – da man sich auf die Bewältigung der Corona-Krise kümmern müsse.

Völlig überraschend kommt der Schritt freilich nicht. Bereits im Januar hatte ich an dieser Stelle bezüglich eines beabsichtigten Zusammenschlusses von Xerox und HP geurteilt: Zwei Hinkende ergeben keinen Sprinter – wie auch ein Vergleich mit ähnlichen Deals in der Vergangenheit belegt.

Zumal sich HP zuletzt – ebenfalls indirekt beflügelt vom Corona-Virus – deutlich besser geschlagen hat als sein Rivale: Schließlich profitiert der Computerkonzern aktuell deutlich vom Trend zum Home Office.

Aus Sicht der HP-Aktionäre – aber auch der Branche insgesamt – markiert die Absage also eher Glück im Unglück. Denn wegen der Pandemie mit der neuartigen Lungenerkrankung bleibt allen Beteiligten eine jahrelange Schlacht erspart – und selbst im Erfolgsfall für den Angreifer wäre ein Erfolg in der Sache zweifelhaft gewesen.

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