Die Geschichte der Datenspeicherung: Von der Lochkarte über die Floppy bis zur Cloud

Ein heutiges Smartphone speichert das Äquivalent von 400 Millionen Lochkarten, wie sie Großrechner in den fünfziger Jahren verwendet haben.

Eines der Felder, in dem die gigantischen Entwicklungsschübe der IT-Industrie insgesamt mit am besten ablesbar sind, ist die Geschichte der Datenspeicherung. Zumal auch fast jeder Normalanwender damit in Berührung kommt, sei es am heimischen PC, sei es am privaten Smartphone.

Wie gigantisch die Sprünge tatsächlich sind, zeigt ein simpler Vergleich: Noch in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Daten – genauer: die Programme – bei den damals gängigen Großrechnern typischerweise auf Lochkarten gespeichert. Dabei hatte eine Karte eine Kapazität von 80 Bits.

Ein handelsübliches Smartphone, das die meisten von uns täglich in der Tasche mit sich herumtragen, kann dagegen das Äquivalent von 400 Millionen solcher Lochkarten speichern – und deutlich mehr.

Die ersten klassische Festplatte war das Speichergerät RAMAC 350 aus dem Hause IBM, das von den Ausmaßen noch an einen Großrechner erinnerte – bei einem Speicherplatz von immerhin 3,5 Megabytes. Später wurden derartige magnetische Speicherplatten zum Standard – übrigens bis heute, der erst mehr als 60 Jahre später von schnellen Festspeicher-Chips (Solid State Disks, SSD) abgelöst wird.

Den mobilen Speicher entwickelte ebenfalls IBM: Die erste Floppy Disk – zu Deutsch: wabbelige oder biegsame Scheibe – brachte Big Blue im Jahr 1971 auf den Markt, damals noch im 8-Zoll-Format und einem Speichervermögen von 80 Kilobytes. Floppys eröffneten einen völlig neuen Markt, da Nutzer damit erstmals Daten austauschen und auf ihre Rechner übertragen konnten – die Geburtsstunde von Software als eigenem Markt.

Und übrigens genauso diejenige von digitalen Schädlingen – was natürlich kein Zufall ist: Ebenfalls im Jahr 1971 tauchte das erste Computervirus namens „Creeper“ auf geschrieben vom Arpanet-Entwickler Bob Thomas. Befallene Rechner zeigten die Botschaft „I’M THE CREEPER: CATCH ME IF YOU CAN“ an.

Weitere Zahlen & Fakten zur Geschichte der Datenspeicherung hin bis zu modernen Cloud-Rechenzentren in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Acronis

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