Krokers RAM: Mangelhafte IT-Sicherheit – weil der Fisch vom Kopf her stinkt!

Mein Rant am Morgen: Ausgerechnet diejenigen, die über Investitionen in Cybersecurity entscheiden, konterkarieren die Sicherheitsbemühungen ihrer eigenen Untergebenen. Und gefährden damit letztlich die IT-Security des gesamten Unternehmens – ein echtes Armutszeugnis.

Immer wieder heißt es in Studien oder in Sonntagsreden, die Bedeutung von Cybersecurity – mit entsprechenden Investitionen und Management-Ressourcen – sei in den Unternehmen angekommen. Die Notwendigkeit zu mehr Sicherheitsvorkehrungen hätten den Unternehmenschefs unter anderem prominente Datenlecks wie etwa jenes bei der Hotelkette Marriott Ende 2018 oder die Attacke mit der Erpressersoftware WannaCry im Jahr 2017 eindrucksvoll vor Augen geführt.

In dieser Woche hat sich freilich gezeigt: Abgesehen von oberflächlichen Beteuerungen, man wolle die IT-Sicherheit jetzt aber wirklich ernst nehmen, hat sich in den Unternehmen gar nicht viel verändert. Viel schlimmer noch – ausgerechnet das Top-Management torpediert die Bemühungen sogar: Mit 44 Prozent sagt laut einer aktuellen Studie fast jeder zweite IT-Security-Manager, dass das Top-Management die IT-Sicherheitsregeln entweder aufweicht oder sogar vollständig ignoriert.

Ein wirklich grotesk anmutender Befund: Ausgerechnet diejenigen, die über Investitionen in Sachen Cybersecurity entscheiden – und die wie in anderen Bereichen wie der Digitalisierung als Positivbeispiele voranschreiten sollten – konterkarieren aus schlichter Nachlässigkeit oder schnöder Gleichgültigkeit die Sicherheitsbemühungen ihrer eigenen Untergebenen. Und gefährden damit letztlich die IT-Security des gesamten Unternehmens – ein echtes Armutszeugnis.

So abgedroschen es klingen mag – viele Sprichworte tragen eben auch einen wichtigen Kern Wahrheit in sich: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Dies gilt auch und gerade bei der Cybersicherheit.

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