Krokers RAM: Social Media ist für viele Unternehmen nur ein Feigenblatt!

Mein Rant am Morgen: Die Mehrheit der Unternehmen nutzt Social Media vor allem zur Verbreitung ihrer eigenen Inhalten – aber nicht im echten Dialog mit Kunden und Fans auf Augenhöhe. Damit aber lassen sie viel Potenzial von sozialen Netzwerken ungenutzt.

Vordergründig scheint alles in Ordnung bei den deutschen Firmen und ihren Bemühungen in Sachen soziale Netzwerke: Selbst bei neun von zehn Unternehmen aus dem Business-to-Business-(B2B)-Segment ist Social Media nicht mehr wegzudenken, wie eine aktuelle Studie gezeigt hat.

Bei Lichte betrachtet zeigen sich aber einige zumindest fragwürdige Details. Zum einen ist die hiesige Zahl der bei Social aktiven B2B-Unternehmen von fast 96 Prozent im vergangenen Jahr auf knapp 93 Prozent 2019 gesunken – zum ersten Mal überhaupt seit Erhebung jener Studie im Jahr 2010.

Zum anderen stellt sich aber die Frage, was genau denn „auf Social Media aktiv“ für die Unternehmen bedeutet: „Einfach einen Seite oder einen Account zu haben ist so sinnvoll wie einen Telefonanschluss zu haben, aber nie zu telefonieren“, schreibt der Social-Media-Experte Klemens Skibicki aus Köln auf seiner Facebook-Seite über die Studie. „Das kann man auch sein lassen – entscheidend ist, was man mit klarer Strategie wo macht.“

Tatsächlich nutzt die Mehrheit der Unternehmen Social Media vor allem zur Verbreitung ihrer eigenen Inhalten – und vielleicht noch zur Ansprache potenzieller Mitarbeiter. Das aber ist bloß die Nutzung sozialer Netzwerke als alternative Distributionskanäle für PR und Marketing, keine echter Dialog mit Kunden und Fans auf Augenhöhe im Rahmen einer integrierten Kommunikationsstrategie.

Damit lassen die Firmen viel Potenzial von sozialen Netzwerken ungenutzt. Daher ist Social Media für viele Unternehmen aktuell nur ein Feigenblatt!

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