Krokers RAM: Die Unternehmen stehen sich beim digitalen Arbeitsplatz selber im Weg!

Mein Rant am Morgen: Für viele Arbeitgeber scheint ein digitaler Arbeitsplatz bereits dann gegeben, wenn dort ein PC und ein Telefon installiert sind. Mehr noch: Moderne Tools wie etwa Cloud-Speicher werden explizit gesperrt.

In dieser Woche gab’s – mal wieder – eine Studie, die den Unternehmen in Deutschland attestiert, beim digitalen Arbeitsplatz nicht recht zu Potte zu kommen: Demnach schickt sich fast die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer berufliche Dokumente an die eigene E-Mail-Adresse, um sie außerhalb des Büros zu nutzen.

Gleichzeitig nutzt erst jeder achte Beschäftigten einen firmeneigenen, von der IT-Abteilung verwalteten Online-Speicher wie etwa SharePoint von Microsoft oder Dropbox, wie ich ausführlich hier im Blog dargelegt habe.

Die Rückständigkeit der deutschen Unternehmen ist kein Zufall: Für viele Arbeitgeber scheint ein digitaler Arbeitsplatz bereits dann gegeben, wenn dort ein PC und ein Telefon installiert sind. Und den digitalen Dokumentenaustausch erledigt die E-Mail.

Aus diesem Grund hat sich bei der internen Kommunikation in vielen Unternehmen seit den Neunziger Jahren wenig getan. Das unterstreicht der Umstand, dass betriebsintern weiterhin Telefon und E-Mail dominieren. So melden sich 36 Prozent der Arbeitnehmer sich am liebsten telefonisch bei anderen Mitarbeitern, 32 Prozent bevorzugen E-Mail.

Dabei bedeuten der digitale Arbeitsplatz weit mehr als nur ein vernünftiger Rechner: Er beinhaltet moderne Kommunikationstools wie etwa Slack oder Unternehmens-Messenger wie etwa Wire ebenso wie vom Unternehmen gemanagte Speicherdienste wie etwa SharePoint oder Dropbox, um nur einige zu nennen.

In vielen Firmen ist es aber gerade andersherum – die Policy im Büro lässt oft keine Cloud-Speicher zu. Anders ausgedrückt: Die Unternehmen stehen sich beim digitalen Arbeitsplatz vor allem selber im Weg!

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