Digitaler Arbeitsplatz: Fast jeder Zweite mailt sich Dokumente, statt Cloud-Speicher zu nutzen

Digitale Arbeitsplätze in Deutschland sind oft noch ineffizient und unsicher; die interne Kommunikation wird immer noch von Telefon und E-Mail dominiert.

Um den digitalen Arbeitsplatz in deutschen Unternehmen ist es weiterhin nicht gut bestellt: So schicken sich 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer berufliche Dokumente an die eigene E-Mail-Adresse, um sie außerhalb des Büros zu nutzen.

Ein Fünftel der Arbeitnehmer gibt an, immer noch mit veralteten Tools arbeiten zu müssen. Dabei sind zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass neue Technologien im Allgemeinen positiv zu beurteilen sind (67 Prozent). Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des amerikanischen Softwareanbieters Citrix. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

So nutzen erst 12 Prozent aller hiesigen Beschäftigten an ihrem digitalen Arbeitsplatz einen firmeneigenen, von der IT-Abteilung verwalteten Online-Speicher wie etwa SharePoint von Microsoft oder Dropbox. Außerdem hat nur ein Viertel der Befragten ein Tool auf ihrem Laptop installiert, dass es ihnen erlaubt, über öffentliche WLAN-Netze zu kommunizieren.

Die Kommunikation mit Kollegen wird immer noch von Telefon und E-Mail dominiert. 36 Prozent der Befragten melden sich am liebsten telefonisch bei anderen Mitarbeitern, 32 Prozent bevorzugen E-Mail. Interne Messenger-Lösungen wie etwa Slack nutzen hingegen erst sechs Prozent – „der ewige Kampf gegen die Kakerlake E-Mail“, so der Titel einer WiWo-Story von April 2018, hält also weiter an.

Im Allgemeinen ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass neue Technologien die Unternehmen voran bringen. 44 Prozent sehen neue Technologien als essentiell an, um eine Firma zu stärken und die Mitarbeiter effizient arbeiten zu lassen. Für ein Viertel sind neue Technologien meist gleichbedeutend mit Produktivitätssteigerungen – sie sollten jedoch nicht zum Selbstzweck werden (23 Prozent).

Wenn es darum geht, die richtigen Tools für neue Aufgaben zu finden, vertraut ein Viertel der Befragten auf die Kompetenz ihrer IT-Abteilung, um ein passendes Tool zu finden (25 Prozent). Weitere 20 Prozent suchen selbst online und bitten die IT-Abteilung, ein gefundenes Programm zu installieren. Mit 12 Prozent versucht immerhin nur eine Minderheit, auf eigene Faust Software zu installieren – Stichwort Schatten-IT.

Weitere Zahlen & Fakten aus der aktuellen Citrix-Umfrage zu digitalen Arbeitsplätzen in Deutschland in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Citrix

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  1. Interessanter Artikel. Ich denke, bei vielen fehlt oft die Zeit sich mit etwas neuem auseinander zusetzen.