Krokers RAM: Cloud-Dienste stellen neue Herausforderungen ans Unternehmensnetz

Mein Rant am Morgen: Vor allem bei öffentliche Cloud-Diensten stoßen herkömmliche Unternehmensnetzwerke schnell an ihre Grenzen. Denn sie wurden ursprünglich vor allem für den internen Datenverkehr optimiert. Einfach so ins Cloud Computing einzusteigen funktioniert daher nicht.

Einen bisher wenig beachteten Aspekt beim Cloud Computing hat aktuell eine Studie über Office 365 hervorgebracht, die ich gestern hier im Blog präsentiert habe: So plagen sich immerhin vier von zehn Anwendern des Cloud-basierten Büropakets von Microsoft mit Performance-Problemen ihrer Internet-Verbindung herum.

Dabei geht’s freilich weniger um Probleme mit der Bandbreite an sich – was ja eher ein äußeres Problem vor allem des Zugangsproviders ist. Vielmehr handelt es sich hier um infrastrukturelle Probleme innerhalb des Unternehmens.

Was vielen Anwenderunternehmen bisher offenbar nicht bewusst ist: Der Einsatz von Anwendungen in der echten öffentlichen Cloud, also über das freie Internet – im Gegensatz zur unternehmensintern selbstbetriebenen privaten Cloud, erfordert auch eine andere, auf Cloud Computing ausgerichteten Netzwerk-Architektur.

Denn bei Diensten wie Office 365 oder anderen Cloud-Anwendungen wie etwa Salesforce läuft viel mehr Datenverkehr vom einzelnen Arbeitsplatzrechner hin ich Richtung Internet. Bei klassischer, im Unternehmen installierter „On-premise“-Software läuft das Gros der Zugriffe hingegen zwischen Desktop-Client und Server im Rechenzentrum.

Das bedeutet: Unternehmen müssen ihre Netzwerke umbauen, Zugänge zum Internet anders integrieren und das Thema Cloud Computing insgesamt neu denken. Nur dann können Public-Cloud-Dienste ihr ganzes Potzenzial ausspielen – und Enttäuschungen beim Anwender werden vermieden.

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