Krokers RAM: Noch einmal – wo bleiben die datengetriebenen Geschäftsmodelle?

Mein Rant am Morgen: Mitte 2019 ist die Situation in vielen Unternehmen noch genauso wie vor zwei Jahren: Die Mehrheit verschenkt die Chance, sich mittels datengetriebener Geschäftsmodelle neue Umsatzquellen zu erschließen. So lange sich dies nicht ändert, bleibt die Digitalisierung Stückwerk.

Selbst treue Leser meines Blogs dürften sich nicht unbedingt daran erinnern: Im April 2017 – also nunmehr vor etwas mehr als zwei Jahren – schrieb ich hier im Blog einen Rant am Morgen unter der Überschrift: „Big Data kommt massiv – aber wo bleiben die datengetriebenen Geschäftsmodelle?

Schon damals lag offen zutage: Dank der stetig wachsenden und miteinander vernetzten Geräte, Maschinen und Sensoren im sogenannten Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) explodieren die Datenvolumina in den kommenden Jahren geradezu. Das wiederum bildet die Voraussetzung für völlig neue, datengetriebene Geschäftsmodelle – der eigentliche Kern der digitalen Transformation.

Leider muss man heute, Anfang Juni 2019, konstatieren: Die vergangenen 24 Monate hat sich an dieser Ausgangslage wenig bis gar nichts verändert. Stand heute monetarisiert gerade einmal jedes sechste Unternehmen seine Daten (17 Prozent). Umgekehrt hält es derzeit immerhin ein Viertel der Firmen für nicht denkbar, künftig datengetriebene Geschäftsmodelle zu etablieren, so eine aktuelle Studie, die ich in dieser Woche hier im Blog vorgestellt habe.

Anders ausgedrückt: Eine große Mehrheit der Unternehmen verschenkt bis heute die Chance, sich mittels datengetriebener Geschäftsmodelle neue Umsatzquellen zu erschließen. So lange sich diese Einstellung nicht grundlegend ändert, so lange wird die digitale Tranformation in vielen Firmen nur Stückwerk bleiben.

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