Krokers RAM: Wo sind sie, die digitalen Angreifer statt der Zauderer in Deutschland?

Mein Rant am Morgen: Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen lässt wertvolle Zeit bei der digitalen Transformation verstreichen, statt sich jetzt einen Digitalisierungs-Vorsprung zu sichern. Das könnte sich noch fürchterlich rächen.

Im Prinzip geht das neue Jahr so los, wie das alte aufgehört hat: Auch in der ersten Januarwoche 2017 habe ich mich wieder mit möglichst relevanten Themen rund um IT, Social Media und Digitalisierung beschäftigt.

Und schon stoße ich wieder auf dieselben Befunde wie zuvor – dieses Mal beim Internet of Things, immerhin ja einer der zentralen und auch prägenden Komplexe bei der digitalen Transformation in den kommenden Jahren.

Und einmal mehr macht Deutschland seinem Ruf als Nation der Zauderer bei neuen Technologien alle Ehre: So zweifelt aktuell mit 55 Prozent immer noch mehr als die Hälfte der IT-Manager im deutschsprachigen Raum an der aktuellen Relevanz von IoT für ihr Unternehmen.

Gleichzeitig sehen knapp drei Viertel dasselbe Thema aber in drei Jahren ganz oben auf ihrer Agenda. Wie sie diesen Widerspruch auflösen wollen, wissen die Befragten vermutlich nur selber.

Viel schlimmer aber: Die digitalen Zauderer in Deutschland lassen jetzt kostbare Zeit verstreichen, statt energisch voran zu preschen und sich einen Startvorteil in der Digitalisierung zu sichern.

Ein Zaudern, dass sich möglicherweise noch fürchterlich rächen könnte – schließlich sorgt die digitale Transformation in vielen Industrien dafür, dass alte Geschäftsmodelle zerstört werden und völlig neue Player an die vorderste Position rücken – siehe etwa die Musikindustrie.

Wo sind sie also, die digitalen Angreifer in der deutschen Wirtschaft?!

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