Mobile vs Desktop: 10 Milliarden Mobil-Geräte und -Verbindungen in den nächsten 5 Jahren

Obwohl deutlich mehr Smartphones und Tablets verkauft werden, haben Mobilnutzer ihre Gegenspieler an den PCs erst im vergangenen Jahr überholt.

Der Kampf Mobile vs. Desktop läuft seit einigen Jahren – mit einem auf den ersten Blick eindeutigen Sieger: So haben Smartphones und Tablets bei den reinen Absatzzahlen längst die Nase vorne – und zwar deutlich. So liegen beispielsweise die Smartphone-Verkäufe je Quartal aktuell um einen Faktor drei bis vier über denjenigen von herkömmlichen PCs.

Dennoch lohnt ein Blick auf den Status Quo beim mobilen und stationären Internet, so wie es der irische IT-Dienstleister ERS Computer Solutions kürzlich getan hat: Denn verschwinden werden auch die altehrwürdigen Rechenknechte auf den Schreibtischen in den Unternehmen – und ja, auch den Privathaushalten – auf absehbare Zeit nicht.

Grund sind die unterschiedlichen Austausch- und Nutzungszyklen von Computern und Mobilgeräten – das bedeutet: Obwohl seit langem schon deutlich mehr Smartphones und Tablets verkauft werden, haben laut US-Marktforscher Comscore die Mobilnutzer ihre stationären Gegenspieler an den Desktop-PCs erst im vergangenen Jahr überholt.

Demnach wächst die weltweit installierte Basis auch von Computern weiter an – wenn auch weniger stark als die der Mobilgeräte. Mehr noch: Die Online-Nutzungszeiten von Smartphones und Tablets kannibalisieren das stationäre Internet bisher nicht, wie ich vor einiger Zeit hier im Blog beschrieben habe.

In den kommenden Jahren dürfte sich die Nutzung dann aber deutlich in Richtung Mobile verschieben: Demnach erwarten Marktforscher in den nächsten fünf Jahren insgesamt zehn Milliarden Mobil-Geräte sowie -Verbindungen; davon sollen acht Milliarden persönliche Gadgets wie Smartphones und Tablets sein, weitere zwei Milliarden Maschine-zu-Maschine-(M2M)-Verbindungen.

Weitere Zahlen & Fakten zum Wachstum der Mobil-Ära in den kommenden fünf Jahren gibt’s in der folgenden Infografik:

Quelle: ERS Computer Solutions

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Alle Kommentare [2]

  1. Eigentlich reicht schon ein Blick auf die Zahlen, dass es im Grunde gar nicht um ein „Destop vs. Mobile“. Man greift vielmehr auf seine Daten von demjenigen Device zu, das am besten ins Szenario passt. Offensichtlich auf Smartphones oder Tablets, wenn man unterwegs ist und eben auf Laptops oder Desktops zu Hause. Je mehr Datenzugriff- und -Bearbeitung über die Geräteklassen hinweg möglich ist, namentlich unterstützt durch Windows 10, je mehr entsteht ein einheitliches System, des „Personal Computings“. Darin haben Metaphern wie „Desktop gegen Mobile“ keinen Platz.

  2. Hallo Herr Mickeleit, danke für Ihre Einschätzung. Klar ist das vielleicht was zugespitzt – aber ich schrieb ja auch, dass sogar die gesamte installierte Basis bei den PCs weiter wächst. Und der Verweis auf die Internet-Nutzung „Mobile/Desktop“ zeigt ja ebenfalls, dass beide Kategorien sich (bisher) nicht kannibalisieren. Gruß Michael Kroker