Prognose: WhatsApp überholt bis Jahresende Snapchat als größte Foto-Plattform der Welt

Rasanter Bedeutungswandel: Binnen zwei Jahren haben Messaging-Apps das soziale Netzwerk Facebook als wichtigste Foto-Community abgelöst.

In der vergangenen Woche hat Mary Meeker, Partnerin des renommierten Risikokapitalunternehmens Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB), die 2014er Ausgabe ihrer legendären Präsentation „Internet Trends“ veröffentlicht.

Auf 164 Seiten hat Meeker da alle wichtigen Zahlen rund um aktuellen Trends wie Mobile, Big Data oder Internet der Dinge zusammengestellt – und Fundus spannender Themen. Ein interessanter Befund betrifft die Entwicklung von Foto-Plattformen.

Jahrelang war das soziale Netzwerk Facebook gleichzeitig auch die größte Foto-Community der Welt. Bis zum Jahr 2012 wurden dort 300 Millionen Fotos pro Tag hochgeladen und geteilt.

Quelle: KPCB

Seitdem hat ein rasanter Bedeutungswandel stattgefunden – in Richtung Messaging-Apps. Zunächst hat der auf nach einer kurzen Zeit selbstzerstörenden Fotos und Videos spezialisierte Dienst Snapchat im Jahr 2013 mit rund 400 Millionen Fotos pro Tag die Krone von Facebook übernommen.

Nun schickt sich der Rivale WhatsApp an, bis Jahresende den Titel als weltgrößte Foto-Plattform zu erobern. Aktuell liegt der im Frühjahr von Facebook geschluckte Messaging-Dienst mit gut 700 Millionen geteilten Schnappschüssen am Tag ungefähr gleichauf mit Snapchat.

Allerdings hat Meeker WhatsApp überhaupt erst seit 2013 auf dem Radar…

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Alle Kommentare [4]

  1. da gebe ich ihnen vollkommen recht. mit den agb und den rechten die whats app heimlich still und leise erschleicht auch kein wunder

  2. WhatsApp ist eine ziemlich einfache Idee, und die gab es schon vor WhatsApp; der Autor hat es lediglich geschafft, die Nutzung zugänglicher zu gestalten. Wir arbeiten im Unternehmen mit WhatsApp weil hier die Konversationen direkt Bilder einbinden, jeder hat es, und dies bringt die Kommunikation auf einen standardisierten Level im geschäftlichen Gebrauch. Das wird alleine durch den Bekanntheitsgrad schwer zu toppen sein, es sei denn, Zuckerberg versaut es.