Japanischer WhatsApp-Rivale Line überschreitet Marke von 300 Millionen Nutzern

Und wieder eine neuer Mobilgigant: Die Messaging-App Line wächst pro Tag um 1,5 Millionen User – und bietet auch soziale Features wie Twitter & Co. 

Es ist wenige Tage her, dass sich in Deutschland eine Wachablösung vollzogen hat: Laut des in der vergangenen Woche veröffentlichten App Monitors von Statista ist im November erstmals WhatsApp als meistgenutzte App in Deutschland an Spitzenreiter Facebook vorbeigezogen. Weltweit hat die Messaging-Software im August die Schwelle von 300 Millionen Nutzern überschritten.

Fragt sich nur, wie lange dieser Vorsprung noch anhält – denn von hinten prescht gerade mit Siebenmeilenstiefeln der nächste Rivale heran: Die Rede ist von Line, einer Messaging-App aus Japan. Erst gestern hat Line bekanntgegeben, dass man ebenfalls die Marke von 300 Millionen Usern überschritten habe:

Quelle: Line

Dabei ist das Momentum der Japaner aktuell sogar noch größer als bei WhatsApp: Erst im August hat Line die 200-Millionen-Marke verkündet. Beim Start der App in Deutschland Anfang November lag die Zahl bei 280 Millionen. Derzeit beträgt die Anmeldungsrate 63.000 Nutzer in der Stunde oder 1,5 Millionen am Tag.

Laut eigenen Angaben ist Line damit einer der wachstumsstärksten Dienste überhaupt. So haben die Japaner seit dem Start im Juni 2011 nur 399 Tage für den Meilenstein von 50 Millionen Nutzern benötigt. Bei den Rivalen Facebook und Twitter dauerte es bis zu derselben Marke mit 1325 respektive 1096 Tagen mehr als doppelt so lang:

 Quelle: Line

Line ist wie WhatsApp spezialisiert auf Smartphone-Messaging. Im Gegensatz zu dem US-Unternehmen ist die App der Japaner jedoch völlig kostenfrei in den App Stores erhältlich. Zudem bietet sie neben dem Nachrichtenversand und einer Videotelefonie-Funktion allerlei soziale Features wie die Rivalen Twitter oder Facebook. Dazu zählen etwa ein Art Nachrichtenfeed oder Spiele.

Mehr noch: Die Beatles-Legende Paul McCartney etwa hat auf Twitter 1,6 Millionen Follower, bei Line dagegen fast vier Millionen Kontakte. Der Hauptgrund für die enorme Diskrepanz sind spezielle digitale Sticker für Messages, die McCartney exklusiv via Line anbietet und die gerade in Asien wie verrückt boomen.

Ob derlei Gimmicks auch in Europa ziehen, bleibt abzuwarten. Als Alternative zum immer wieder mal mit größeren Sicherheitslecks aufwartende WhatsApp taugt Line aber auch hierzulande allemal.

Verwandte Artikel:

Die beliebtesten Apps 2013 – und die schnellstwachsenden

Der neue Mobil-Gigant: WhatsApp mit 300 Millionen Nutzern

App Industrie wächst um 28 Prozent jährlich auf 143 Milliarden Dollar bis 2016

Der unaufhaltsame Siegeszug von WhatsApp & Co. über die SMS

Mobilnutzer verbringen 80 Prozent ihrer Zeit mit Apps; 20 Prozent am Browser

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [2]

  1. Ein weiteres(nach Twitter, Facebook, Whatsapp) unnötiges Unternehmen was versucht die E-Mail zu ersetzen.