Der unaufhaltsame Siegeszug von WhatsApp & Co. über die SMS

Bereits 2012 haben mobile Messages die herkömmliche SMS überholt – in diesem Jahr werden sie auf das doppelte Volumen hochschnellen.

Wirklich überraschend kommt der Befund zugegebenermaßen nicht – schließlich rangiert der Smartphone-Messenger WhatsApp schon seit geraumer Zeit ganz oben auf der Liste der beliebtesten Apps in Deutschland. Kaum verwunderlich also, dass mobile Messages schon im vergangenen Jahr die herkömmliche SMS abgehängt hat.

Im Schnitt versendeten Smartphone-Nutzer 2012 rund um den Erdball gut 19 Milliarden Nachrichten via WhatsApp & Co., die tägliche Handy-SMS-Rate lag bei 17,6 Milliarden. Das hat der britische Informations- und Kongressanbieter Informa in einer kürzlich veröffentlichten Studie ermittelt.

Quelle: Silicon Alley Insider/Informa

Geradezu explodieren soll die Nutzung der Messaging-Apps laut Informa aber in diesem Jahr. Bis Ende 2013 sollen demnach im Schnitt 41 Milliarden mobile Nachrichten pro Tag verschickt werden – mehr als doppelt so viel als die 19,5 Milliarden SMS.

Und das, obwohl die Zahl der SMS-Versender immer noch gut sechs Mal so groß wie die der Messenger-Nutzer: 3,5 Milliarden Menschen versenden SMS, nur rund 600 Millionen verwenden WhatsApp & Co.

Der SMS-Rückgang hat teils dramatische Auswirkungen auf die Umsätze der Mobilfunkunternehmen. Informa zitiert als Beispiel den spanischen Markt, wo die Umsätze mit SMS von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf knapp 760 Millionen Euro 2011 eingebrochen seien. Eine Entwicklung, die sich in Zukunft weiter beschleunigen dürfte.




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