Prognose: Apple kann 2014 fast 60 Millionen Billig-iPhones absetzen

Laut Studie einer US-Investmentbank kann sich Apple bereits 2014 rund zwölf Prozent des Niedrig-Smartphone-Marktes sichern – mindestens.

Nun ist es also raus: Wie Apple-Chef Tim Cook gestern verkündet hat, gibt’s mit dem iPhone 5S und dem 5C künftig ein Highend- sowie ein Billig-Smartphone aus Cuptertino. Die Details hat meine Kollegin Meike Lorenzen bereits auf WiWo.de analysiert.

Einen nicht unbeträchtlichen Geschäftsschub erwarten Finanzanalysten insbesondere von dem günstigen Gerät: Das iPhone 5C kommt im Kunststoffgehäuse daher. Wobei Apple erstmals vom traditionellen Schwarz-Weiß-Schema abweicht und das Gerät in bonbonfarbenem grün, gelb, blau, rosa Hüllen anbietet.

Die Analysten der amerikanischen Investmentbank RBC bescheinigen Apple in einer aktuellen Studie denn auch ein enormes Absatzpotenzial mit den neuen Geräten. Trotz stark rabattierter Alt-Geräte wie dem iPhone 4 verkauft Apple bis heute nur zwei Prozent aller Geräte unterhalb der 300-Dollar-Schwelle. Zum Vergleich: Beim Smartphone-Primus Samsung sind es satte 60 Prozent:

Quelle: RBS Capital Markets/Fortune Apple 2.0

Das wird sich laut RBC mit dem neuen iPhone 5C jetzt ändern. Auf rund 500 Millionen Geräte im kommenden Jahr schätzt RBC-Analyst Amit Daryanani den Smartphone-Billigmarkt. Konservativ geschätzt soll Apple davon bis Ende 2014 rund 56 Millionen Stück sichern können – das entspräche einem Marktanteil von 12 Prozent.

Zur Einordnung: In seinen letzten vier Finanzquartalen (4Q12 bis 3Q13) hat Apple insgesamt rund 143 Millionen iPhones abgesetzt. Selbst wenn das Stammgeschäft mit den Hochpreis-iPhones keinerlei Wachstum hätte (wovon nicht auszugehen ist), würde das iPhone 5C den Markt für Apple um 40 Prozent (gemessen an Geräten) vergrößern. Freilich bei niedrigeren Umsätzen und Margen.



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Alle Kommentare [4]

  1. Bei einem Telefon für 599 € von einem Billig-Phone zu sprechen, trifft die Sache wohl kaum. Mit Sicherheit ist es das teuerste Stück Plastik im Markt. Aber es werden sich auch dafür Käufer finden. Dass es 60 Millionen werden, muss noch bewiesen werden.

  2. @Thomas Mickeleit: Zustimmung – beim aktuellen Preis dürfte die Prognose so nicht aufgehen. Ich bin in mir aber sicher, dass die Preise schnell runtergehen werden – siehe seinerzeit beim iPod Mini/Nano. Sonst ergäbe die Einführung des 5C ja wenig Sinn, meines Erachtens.

  3. Billig iphone ist gut, die sind immer noch viel zu teuer :-). Wenn ich solch ein Strategie fahre, dann muss das Produkt auch wirlich billig sein. Ich finde Das 5 C hätte man sich direkt sparen können.

    MfG.

  4. Naja, für den US-Markt trifft der Begriff „Billighandy“ ja durchaus zu. Erst wenn man sich die über Mobilfunkverträge zu zahlenden Preise in Deutschland anschaut (ca. 40 Euro pro Monat) und diese mit den Vertragspreisen in den USA vergleicht – einmalig 99 Dollar laut https://handyohnevertrag.net/news/apple-praesentiert-iphone-5s-und-5c-1615/ – wird einem bewusst, dass der Deutsche kein billiges Apple-Handy bekommen kann. Hier kommen für das Plastikteil 16 GB schnell rund 900 Euro in 2 Jahren zusammen. Beim „US-Anbieter“ T-Mobile hingegen zahlt man nur 23 Dollar monatlich. Also rund die Hälfte. Von Special Deals ganz zu schweigen…