Noch’n Apple-Jubiläum: 5 Jahre App Store fürs iPhone

Die Zahl der Software-Schnipsel für iPhone und iPad ist seit Juli 2008 von 500 auf 900.000 explodiert. Insgesamt hat Apple in seinem Web-Shop seitdem mehr als 50 Milliarden Apps verkauft – auch ein wichtiger Verkaufsmotor fürs iPhone.

Erst Ende Juni hatte Apple das letzte Mal Grund zum Feiern: Da jährte sich der Verkaufsstart des iPhone zum nunmehr sechsten Mal. In jenen sechs Jahren hat Apple seinen Megaseller rund 360 Millionen Mal unters Volk gebracht.

Mit noch gigantischeren Zahlen kann der ziemlich genau ein Jahr später gestartete Verkaufsshop für iPhone-Anwendungen aufwarten: Am 11. Juni 2008 brachte Apple das iPhone 3G auf den Markt. Mit ihm startete der App Store, der damit Ende vergangener Woche sein fünftes Jubiläum feierte.

Der App Store markiert den Beginn einer weltweiten und rasanten Erfolgsgeschichte: Waren beim Beginn gerade mal 500 Apps verfügbar, sind es inzwischen mehr als 900.000, wie Apple-Chef Tim Cook Anfang Juni auf seiner Entwicklerkonferenz verkündet hat. Insgesamt haben die Nutzer in den vergangenen fünf Jahren stolze 50 Milliarden Software-Schnipsel für iPhone und iPad im App Store heruntergeladen.

Steve Jobs wollte ursprünglich keine Fremd-Programme auf dem iPhone

Was für eine Zahl! Dabei wollte Apple-Gründer Steve Jobs das iPhone ursprünglich gänzlich frei von Fremdprogrammen halten. Grund: Der Kontrollfreak fürchtete den Verlust der Design- und Sicherheitshoheit über sein Gerät. Erst als die Entwicklergemeinde den Druck auf Apple erhöhten, indem sie Fremdsoftware via Geräte-Hacks auf das iPhone spielten, lenkte Jobs ein.

Gemäß der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ flanschte er an seinen iTunes-Musikshop den App Store an und erlaubte das Überspielen von Fremd-Apps – wenn auch in engem Rahmen: So lässt sich Apple bis heute jede einzelne App genehmigen.

Die Bedeutung des App Store kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn zum einen hat Apple mit dem App Store einen komplett neuen Wirtschaftszweig erschaffen – die Neudeutsch auch App Economy genannt wird: Bereits Anfang 2011 haben wir in einer WiWo-Titelgeschichte die App-Industrie als weltweit jüngsten Milliardenmarkt beschrieben.  Inzwischen hat Apple rund 10 Milliarden Dollar an die App-Entwickler ausbezahlt.

Damit nicht genug: Auch für den weltweiten Durchbruch des iPhones war der App Store mindestens mitentscheidend: Dümpelte die Verkaufszahlen beim ersten iPhone noch im einstelligen Millionenbereich je Quartal, zogen sie mit dem iPhone 3G Mitte 2008 deutlich an – eben weil die Apps die Attraktivität des Geräts deutlich erhöhten.

Quelle: Statista

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