Browser-Markt: Internet Explorer 57 Prozent, Firefox auf 50-Monats-Tief, Chrome gewinnt

Laut den Zahlen eines US-Marktforschers kann der Browser aus dem Hause Microsoft ebenso wie jener aus dem Hause Google wieder zulegen. 

Das amerikanische Technologie-Blog „The Next Web“ hat sich ausführlich mit den aktuellen Entwicklungen im weltweiten Browser-Markt beschäftigt. Die Daten basieren auf Erhebungen des US-Marktforschungshauses NetApplications, das auf seiner Webseite regelmäßig die aktuellen Nutzungszahlen veröffentlicht.

Demnach kam im Juli der Internet Explorer von Microsoft insgesamt auf einen Marktanteil von fast 57 Prozent. Das ist laut „The Next Web“ ein Plus von einem halben Prozent gegenüber dem Vormonat. Die meistgenutzte Version ist nicht die neueste, also IE10. Sondern mit fast 24 Prozent immer noch der zwei Generationen ältere IE8.

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Quelle: NetApplications/The Next Web

Der Firefox fällt um fast einen ganzen Prozentpunkt auf nunmehr 18,29 Prozent. Das bedeutet nicht nur einen absoluten Tiefststand in diesem Jahr. Sondern laut „The Next Web“ lag der Firefox zuletzt im Mai 2008 bei 18 Prozent.

Damit befindet sich der inzwischen fast 11 Jahre alte Browser auf einem 50-Monats-Tief. Im Gegensatz zum Internet Explorer ist die neueste Version Firefox 22 mit einem Anteil von knapp 12 Prozent auch die am weitesten verbreitete:

firefox july 2013 730x516 IE9 falls below 10% market share, Firefox hits 50 month low, and Chrome again gains the most

Quelle: NetApplications/The Next Web

Ähnlich ist das Bild beim Google-Browser Chrome, wo ebenfalls die aktuellste Version dominiert. Insgesamt konnte Chrome gegenüber Juni um 0,6 Prozent auf nunmehr fast 17,8 Prozent zulegen.

Damit hat sich Chrome von dem 21-Monats-Tief wieder ein Stück weit erholt.Der Aufwärtsttrend des Google-Browsers im Juni und Juli könnte ermöglichen, dass Chrome bis zum Jahresende wieder vor dem Rivalen Firefox liegt.

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Quelle: NetApplications/The Next Web

Wichtig noch zu erwähnen, wie die Zahlen zustande kommen: Laut eigenen Aussagen misst NetApplications die eindeutigen Zugriffe von rund 160 Millionen Nutzern (Unique Visitors) in einem Netzwerk von insgesamt 40.000 Webseiten.

Wohl aus diesem Grund kontrastieren die Zahlen von NetApplications so stark mit denen des Wettbewerbers StatCounter, der bereits im vergangenen Jahr Chrome zum meistgenutzten Browser gekürt hat. StatCounter erhebt seine Daten auf angeblich mehr als drei Millionen Webseiten; er misst dabei Page Views, also die absoluten Seitenaufrufe – und nicht eindeutige Besucher.



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Alle Kommentare [3]

  1. NetMarketShare macht für meinen Geschmack zu viele merkwürdige Sachen mit den Rohdaten, auch kann man auf deren Webseite leider nicht sehen wie sich die Daten in Bezug auf einzelne Länder darstellen. So bleibt unklar, ob sich hier Entwicklungen in einzelnen Märkten (z. B. China) überpropotional auswirken.

    Spätestens seit auf der letzte Google I/O konkrete Zahlen zur Nutzung von Chrome vorgestellt wurde ist für mich klar, dass StatCounter passendere Zahlen liefert:

    https://curtstech.blogspot.de/2013/05/statcounter-vs-netmarketshare-die-frage.html

    Die Zahlen für DE decken sich auch recht gut mit dem, was ich auf unseren Servern (mittlere dt. Hochschule) sehe.

  2. @Henning Brune: Ja, bin da auch vorsichtig. Habe ja am Ende die Einordnung und den Vergleich zu StatCounter gezogen. Ist schwierig, das wirklich vergleichbar einzuordnen.

  3. Chrome kann man für ein schnelles Internet und auch einen rasanten Zugriff nutzen. Leider gibt es ab und zu Probleme mit der Darstellung, wo man dann auf Mozilla oder IE zurück greifen sollte.