Nach-PC-Ära: Tablets gleichauf mit Notebooks; Windows 8 weiter schwach

In Deutschland gehen inzwischen fast ebenso viele Tablets wie Laptops über die Ladentheken. Ein Grund für den Einbruch bei herkömmlichen Rechnern: Windows 8 kann die PC-Absätze weiterhin nicht nennenswert befeuern.

Weiterer Meilenstein auf dem Wandel der IT-Branche weg von herkömmlichen Computern hin zu Tablets & Co.: In Deutschland liegen die mobilen Rechenflundern inzwischen gleichauf mit klassischen Notebooks – zumindest beinahe.

Das jedenfalls ergab der Consumer Electronics Markt Index (CEMIX) im ersten Quartal 2013. Demnach legte der Tablet-Absatz zwischen Januar und März um 145 Prozent gegenüber 2012 zu, während der Verkauf von Notebooks um 15 Prozent einbrach.

Damit bestätigt wieder einmal eine Studie den weltweiten Trend: Erst Anfang Mai zitierte ich hier im Blog eine Studie des US-Marktforschers IDC, wonach Tablets weltweit bereits bei rund zwei Drittel des gesamten PC-Verkäufe ausmachen – also Notebooks und stationäre Rechner gemeinsam.

Quelle: Statista/Cemix

Ein Grund für den rasanten Wandel ist nicht nur die Stärke des Tablet-Marktes. Zugleich ist es den PC-Herstellern bis heute nicht gelungen, mit dem Ende Oktober 2012 auf den Markt gekommenem Betriebssystem Windows 8 gegenzuhalten.

Laut jüngsten Zahlen des US-Marktbeobachters NetApplications kam Windows 8 im Mai auf einen Marktanteil von gerade einmal 4,3 Prozent. Das deutsche Datenportal Statista hat in einer Grafik die Marktanteile seit dem jeweiligen Verkaufsstart von Windows 8 mit seinem Vorgänger verglichen.

So kam das im Oktober 2009 veröffentlichte Windows 7 im Mai 2010 – also acht Monate später – bereits auf einen Marktanteil von rund 13 Prozent. Der Nachfolger hat dagegen immer noch nicht den Vorvorgänger Windows Vista überholt, dessen Anteil bei 4,5 Prozent liegt.

Quelle: Statista/NetApplications



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Alle Kommentare [1]

  1. Das Windows 8 noch unter Windows Vista liegt, ist auch kein Wunder. Windows Vista ist definitiv bequemer und intuitiver zu bedienen.

    Windows 8 bringt auf Desktop und Notebook fast nur Nachteile, das viele Verbraucher sich das nicht antun wollen, ist doch klar. Selbst auf größeren Touchscreens braucht man die neue Oberfläche nicht, die sind nämlich ab spätestens 10 Zoll groß genug, damit man auch kleine Elemente problemlos bedienen kann, ab etwa 14″ gibt es auch für dicke Finger keine Einschränkungen mehr.

    Warum also soll man sich Windows 8 antun, das alles nicht nur anders, sondern auch unpraktischer macht?

    Warum sollte man sich umgewöhnen, wenn man davon keinen Vorteil hat, weil man danach die gleichen Aufgaben einfach nur anders und vor allem unkomfortabler nutzt.

    Das Hauptproblem von Windows 8 ist aber nicht mal der Lernprozess, denn den hat man irgendwann abgeschlossen. Windows 8 bleibt aber einfach auch unbequem, weil es noch sehr unausgereift ist. Daran wird auch die neue Version 8.1 nicht viel ändern, auch wenn es definitiv Verbesserungen in den Details zu sehen gibt. Alleine schon die kleineren Kacheln sind Gold wert. Aber ein klassisches Startmenü währe immer noch 1000 mal besser und das wird nicht nachgereicht.

    Microsoft weint also immer noch, bestimmen zu können, wie wir useren PC bedienen. Das viele Verbraucher sich dies nicht gefallen lassen merkt man ja jetzt.