Apple und das iPhone 5: Nur noch kurz die Welt retten

Eigentlich keine große Überraschung gestern, dennoch dürfte das neue Wunder-Handy von Apple neue Verkaufsrekorde aufstellen – und könnte gar die US-Konjunktur beflügeln.

So viel wie dieses Mal ist eigentlich bei noch keiner der bisherigen Apple-Vorstellungen vorab durchgesickert: Das neue Apfel-Handy heißt also wirklich iPhone 5, hat mit 4 Zoll Durchmesser ein größeres Display als seine Vorgänger, ist dabei noch ein bisserl dünner und wird natürlich auch von einem schnelleren Chip angetrieben. So weit, so wenig revolutionär.

Und dennoch erwarten Analysten wie Marktbeobachter nicht weniger als einen ganzen Reigen neuer Verkaufserfolge: Allein am ersten Wochenende soll Apple je nach Schätzung zwischen fünf und zehn Millionen iPhone 5 absetzen – beim Vorgänger iPhone 4S waren es vier Millionen.

Brian White vom US-Finanzdienstleister Topeka Capital Markets erwartet noch in diesem Quartal – also bis Ende September – zwischen zehn und zwölf Millionen Geräte. Und bei J.P. Morgan sieht man die Verkäufe im Weihnachtsquartal auf fast 40 Millionen iPhones hochschnellen:

Quelle: WSJ/J.P.Morgan

Die Analysten ebenjener amerikanischen Investmentbank erwarten von dem neuen iPhone denn auch nicht weniger als einen Konjunkturschub für die US-Wirtschaft, wie das Wirtschaftsblatt „Wall Street Journal“ Anfang der Woche berichtet. Unter der Überschrift „Kann ein kleines Phone die Wirtschaft beeinflussen“ berechnet J.P.Morgan-Chefvolkswirt Michael Feroli einen Anstieg des US-Bruttoinlandsproduktes von 0,33 Prozent.

Topeka-Analyst White sieht in der gestrigen Ankündigung gar „den größten Produktstart in der Geschichte der Unterhaltungselektronik“. Nun denn, wie es scheint, geht die Erfolgsgeschichte des Megasellers iPhone mit kumuliert mehr als 250 Millionen verkauften Geräten auch unter CEO Tim Cook eindrucksvoll weiter. Jetzt müssen Apple und das iPhone 5 neben der US-Wirtschaft nur noch kurz die Welt retten…

Quelle: Sydney Morning Herald

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Alle Kommentare [5]

  1. Zitat
    „ist dabei noch ein bisserl dünner und wird natürlich auch von einem schnelleren Chip angetrieben. So weit, so wenig revolutionär.“

    Was erlauben Sie sich eigentlich maßgebliche Leistungen und grundlegende Veränderungen als „bisserl“ zu bezeichnen.

    Wer sich heute alles als Journalist nennt. Unfassbar.

    Ein neutraler Apple-Kunde

  2. Zitat Mrs. Ban

    „Was erlauben Sie sich eigentlich maßgebliche Leistungen und grundlegende Veränderungen als “bisserl” zu bezeichnen.
    Wer sich heute alles als Journalist nennt. Unfassbar.“

    Was erlauben Sie sich eigentlich, einen Kommentar als „unfassbar“ zu kommentieren.

    Wer sich heute alles „neutral“ nennt. Unglaublich

    Ein unbeteiligter Dritter

  3. @Mrs. Ban: In den Vergleichstabellen mit Lumia 920, Galaxy 3 und HTC One X sieht das iPhone 5 ja nicht so überragend aus. z.B geringere Auflösung (Retina!), dicker als Moto Razr… Der einst unantastbare Überflieger ist im Mittelmaß angekommen. Sicherlich überzeugt das Gesamtpaket noch, aber die Luft wird dünn. Von Revolution dürfte da wohl keiner mehr sprechen.

  4. Ich bin da eher im Modus von Mrs. Ban:
    Die Verbesserung ist nicht revolutionär, aber die Fortschritte in der Chipentwicklung und anderen Komponenten sind eine gigantische Leistung. Es wundert auch mich immer wieder, wie wenige Journalisten sich der Produktionsprozesse bewusst sind. Es war sicher nicht böse gemeint, aber solche Formulierungen können Leute reizen, die davon was verstehen.

  5. Also ich bin auch bisschen enttäuscht… und finde es im Vergleich zu anderen Smartphones jetzt auch nicht so wirklich revolutionär, wie es dargestellt wird. Und ich bin iphone-Nutzer und Apple-Fan. Ein ipad Mini hat hier gestern gefehlt.