Infizierungen mit Ransomware auf 56.000 gestiegen; gefordertes Lösegeld verdoppelt

Die Bedrohung durch Erpresser-Software – Neudeutsch Ransomware – hat seit Ende 2015 deutlich zugelegt, auch und gerade für Unternehmen.

Ende des vergangenen Jahres habe ich hier im Blog eine Prognose zu den größten IT-Sicherheitsbedrohungen des Jahres 2016 veröffentlicht: Mit an der Spitze stand bereits damals das Thema Ransomware, ein zusammengezogener Begriff aus „Ransom“ – Englisch für Lösegeld – sowie Software.

Mithilfe dieser sogenannten Ransomware kapern Internetkriminelle Dateien auf schlecht geschützten Rechnern, verschlüsseln diese – und geben sie erst gegen eine Lösegeldzahlung wieder frei.

Wie zutreffend jenes Bedrohungsszenario war, zeigen aktuelle Zahlen, die der amerikanische IT-Sicherheitsanbieter Symantec kürzlich veröffentlicht hat: Demnach ist die Zahl der Infizierungen mit Ransomware im März 2016 deutlich auf 56.000 gestiegen – dies entspricht laut Symantec gut dem Doppelten der gewöhnlichen Anzahl.

Mehr noch: Gleichzeitig stieg auch der Durchschnitt des geforderten Lösegeldes auf nunmehr 679 Dollar. Ende 2015 waren es mit durchschnittlich 294 Dollar noch weniger als die Hälfte.

Bereits 43 Prozent aller Opfer sind Mitarbeiter in Unternehmen. Grund dafür ist eine steigende Zahl an Gruppierungen, die mit speziellen Cyberspionage-Techniken operieren und die gezielt große Unternehmen bei ihren Attacken anpeilen.

Mit 31 Prozent sind die USA das am stärksten betroffene Land. Italien, Japan, die Niederlande, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Belgien, Indien und Australien vervollständigen die Top 10 (untersuchter Zeitraum: Januar 2015 bis April 2016).

Ein 30-seitiges Whitepaper mit vielen weiteren Infos zum Thema „Ransomware“ gibt’s zum kostenlosen Herunterladen hier (PDF). Und weitere Zahlen & Fakten zur Bedrohung durch die Erpresser-Software in der folgenden Infografik:

Quelle: Symantec

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