Ein Drittel der Firmen mit IT-Security-Problemen – zwei Drittel fürchten Datenmissbrauch

Trotz gestiegener IT-Sicherheitsausgaben haben die Firmen keine signifikanten Verbesserungen erreicht – und die Zahl der Datenvorfälle nicht reduziert.

Die Anzahl von Datenschutzverletzungen steigt weiter an. Mehr als 3,9 Milliarden Datensätze wurden seit 2013 als verloren oder gestohlen gemeldet. Trotzdem setzen viele Unternehmen nach wie vor auf klassische Perimeter-Sicherheit, gemeint sind etwa Firewall- oder Antiviren-Software -, um sich vor solchen Vorfällen zu schützen.

Das ist das zentrale Ergebnisse des dritten, jährlich erscheinenden „Data Security Confidence Index“, den der Sim-Kartenhersteller und IT-Sicherheitsanbieter Gemalto mit Sitz in den Niederlanden kürzlich vorgestellt hat.

IG_Gemalto_Teaser1

Laut der Studie hat allein in den vergangenen zwölf Monaten fast ein Drittel der Unternehmen Datenschutzverletzungen erlitten (27 Prozent). Mehr noch: Zwei Drittel der Befragten geht davon aus, dass Unternehmensdaten nicht mehr sicher sind, nachdem ihre IT-Sicherheitssysteme per Hackerangriff umgangen wurden (69 Prozent). Das bedeutet einen stetigen Anstieg um 66 Prozent im Jahr 2015 und 59 Prozent im Jahr davor.

Trotz der negativen Praxiserfahrungen sind aber weiterhin stolze 61 Prozent der Befragte der Meinung, dass konventionelle Sicherheitssysteme wie Firewalls oder Intrusion Detection sich sehr gut dafür eignen, unautorisierte Nutzer vom Netzwerk fernzuhalten. Mehr noch: Fast 9 von 10 Befragten haben ihre Ausgaben rund um den Perimeterschutz sogar noch erhöht (86 Prozent). Ganze 85 Prozent glauben, dass sie in die richtigen Sicherheitstechnologien investieren.

Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit legt laut Gemalto den Schluss nahe, dass Unternehmen trotz der gestiegenen Investitionen in die IT-Sicherheit keine signifikanten Verbesserungen erreicht haben und die Anzahl der Datenvorfälle nicht reduzieren konnten.

Weitere Ergebnisse der Befragung, die das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Gemalto bei 1100 IT-Entscheider in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland, Indien, Japan, Australien, Brasilien, Benelux und dem Mittleren Osten durchgeführt hat, in der folgenden Infografik (zum Vergrößern zwei Mal anklicken):

IG_Gemalto

Quelle: Gemalto

Verwandte Artikel:

Diskrepanz zwischen Management & IT: Jeder 4. CIO verheimlicht IT-Lücken

IT-Sicherheit: Im Schnitt drei Prozent aller Mobil-Geräte von Schadsoftware betroffen

IT-Sicherheit: 3 Viertel der IT-Entscheider sehen Systemschutz per Passwort kritisch

1500 Denial-of-Service-Attacken im dritten Quartal – Verdreifachung gegenüber 2014

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*